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Medien & TV „Monitor“-Chef Restle: „Man sollte der AfD keine große Bühne bieten“
Nachrichten Medien & TV „Monitor“-Chef Restle: „Man sollte der AfD keine große Bühne bieten“
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19:03 19.09.2019
Georg Restle, Redaktionsleiter und Moderator von „Monitor“. Quelle: Karlheinz Schindler/dpa-Zentralb
Köln

Im Sommer hatte der WDR-Journalist und Chef der ARD-Sendung „Monitor“, Georg Restle, nach einem Kommentar in den „Tagesthemen“ eine Morddrohung erhalten. Er hatte in dem Meinungsstück die AfD kritisiert – die entsprechenden Reaktionen folgten zugleich.

In einem Gastbeitrag für die „Zeit“ bekräftigte der Journalist nun sein Engagement gegen rechts und rief dazu auf, der AfD „keine große Bühne“ zu bieten. Wer das tue, unterstütze „keinen demokratischen Diskurs, sondern beteiligt sich an den Angriffen auf unsere Grundwerte, die gewaltbereite Extremisten am Ende zur Tat schreiten lassen", schreibt Restle in dem Artikel.

„Streit mit der AfD ist vergeudete Zeit“

Restle warnt auch vor der Strategie der AfD, die durch „Selbstverharmlosung“ auf „Geländegewinne im publizistischen Milieu“ abziele. Die Partei sei voll „mit gut gerüsteten Kriegern im demokratischen Tarngewand, die diese offene und verletzbare Gesellschaft als Schlachtfeld für ihre völkisch-nationalistischen Exzesse missbrauchen wollen“, schreibt der Journalist. Der Streit mit der AfD lohne deshalb nicht, „er ist vergeudete Zeit“.

Der Journalist hatte die AfD im Juli in dem Tagesthemen-Kommentar als "parlamentarischen Arm" der rechtsextremistischen Szene bezeichnet und gefordert, ihr "keinen Raum, keine Bühne und erst recht keine Stimme“ zu geben. Daraufhin erreichte ihn eine Morddrohung.

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Restle sieht Politik in der Pflicht

Die Ermittlungen im Fall werden inzwischen von der Generalstaatsanwaltschaft Berlin geführt. Die Mail an Restle sei einer Tatenserie von mehr als 200 Drohschreiben mit rechtsextremistischem Hintergrund zuzuordnen, wegen der ein Mann aus Schleswig-Holstein seit Anfang April in U-Haft sitze, sagte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Ob der Mann für alle Drohschreiben verantwortlich ist, sei derzeit noch offen.

„Die betroffenen Personen und Institutionen sind über das ganze Bundesgebiet verstreut, die Ermittlungen hierzu werden zentral in Berlin geführt“, sagte die Sprecherin. Über den Verfahrensabschluss könne derzeit keine Prognose abgegeben werden.

Selber Absender wie bei Henriette Reker

Laut WDR stammt das Schreiben gegen Restle offenbar von demselben Absender, der auch die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und den Altenaer Bürgermeister Andreas Hollstein (CDU) bedrohte. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin machte auf epd-Nachfrage keine konkreten Angaben zu den von der Tatenserie betroffenen Opfern.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem Mann aus Schleswig-Holstein, der sich in U-Haft befindet, die Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor.

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RND/msc/epd

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