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Medien & TV Kritik an Milliongehalt von Sky-Chef
Nachrichten Medien & TV Kritik an Milliongehalt von Sky-Chef
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13:44 10.04.2014
Sky gehe immer noch am Stock, kritisierte ein Aktionär.
Sky gehe immer noch am Stock, kritisierte ein Aktionär. Quelle: Marc Müller (Symbolfoto)
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München

Das Millionengehalt von Sky-Deutschland-Chef Brian Sullivan hat bei den Aktionären des Bezahlsenders für Kritik gesorgt. Die Vergütung von mehr als sechs Millionen Euro für das vergangene Jahr passe nicht zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens, kritisierten Anleger bei der Hauptversammlung am Donnerstag in München. Auch im Verhältnis zu den anderen Vorständen verdiene der Chef zu viel. „Das ist doch etwas aus den Fugen geraten“, sagte Daniel Bauer von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger. Sky gehe immer noch am Stock, kritisierte ein anderer Aktionär.

Der Aufsichtsrat verteidigte das Gehalt. Sullivan habe maßgeblich zur guten Geschäftsentwicklung bei Sky beigetragen, sagte der stellvertretende Vorsitzende Markus Tellenbach. Derzeit werde über eine Vertragsverlängerung mit dem Manager verhandelt.

Im vergangenen Jahr hatte Sky Deutschland die Zahl der Abonnenten auf mehr als 3,6 Millionen gesteigert und auf operativer Basis erstmals Geld verdient. „Wir erwarten, dass 2014 noch besser wird“, sagte Sullivan vor mehreren hundert Aktionären. Umsätze, Abonnenten-Zahlen und Ergebnisse sollen weiter zulegen. Anleger äußerten aber Zweifel daran, dass das erklärte Ziel von 400 000 bis 450 000 neuen Abonnenten in diesem Jahr erreicht wird. Zu den Zahlen des ersten Quartals will sich das Unternehmen erst im Mai äußern.

Sky Deutschland gehört seit 2013 mehrheitlich zum Medienimperium von Rupert Murdoch, der Hunderte Millionen Euro in den Sender gesteckt hatte. Sein Sohn James, der seit dem vergangenen Jahr Aufsichtsratschef ist, zeigte sich bei der Hauptversammlung zufrieden mit der Entwicklung. „Ich bin sehr ermutigt von dem Fortschritt.“ Er sei zuversichtlich, dass sich die Entwicklung fortsetze.

Die Aktionäre wollen nach einer jahrelangen Durststrecke aber auch unter dem Strich endlich schwarze Zahlen sehen und eine Dividende erhalten. „Da muss noch mehr kommen“, mahnte Marc Tümmler von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Kritik übte er auch an der Abhängigkeit von Murdoch. „Wann lösen Sie sich aus den Finanzierungsklauen unseres Großaktionärs?“

dpa

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