Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Medien & TV Jamal Khashoggi und weitere Journalisten sind „Person of the Year“
Nachrichten Medien & TV Jamal Khashoggi und weitere Journalisten sind „Person of the Year“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:45 11.12.2018
Der saudische Journalist Jamal Khashoggi ist in Istanbul ermordet worden. Quelle: Virginia Mayo/AP/dpa
New York

Der Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi Anfang Oktober hat weltweit für Entsetzen gesorgt und politische Konsequenzen ausgelöst. Nun hat das „Time Magazine“ den getöteten Korrespondenten, der unter anderem für die „Washington Post“ schrieb, als „Person of the Year“ geehrt.

Neben Khashoggi nennt das Magazin drei weitere „Wächter“ im „Kampf für die Wahrheit“. Die Philippinerin Maria Ressa etwa gründete die Online-Nachrichtenseite „Rappler“. Dort dokumentierte das Team der 55-Jährigen den gewaltsamen Drogenkrieg im Land und die vielen illegalen Tötungen unter Präsident Rodrigo Duterte. Derzeit drohen Ressa wegen angeblicher Steuerhinterziehung bis zu zehn Jahre Haft.

Auch das Team der US-amerikanischen Zeitung „Capital Gazette“ wurde als „Person of the Year“ ausgezeichnet. Bei einem Amoklauf in den Redaktionsräumen wurden im Juni fünf Mitarbeiter getötet. Ihre trauernden Kollegen ließen sich trotz der traumatischen Ereignisse nicht davon abbringen, die Zeitung für den kommenden Tag zu Ende zu produzieren.

Zuletzt geht die Auszeichnung an zwei Reporter der Nachrichtenagentur Reuters. Die beiden Journalisten wurden in Myanmar zu sieben Jahren Haft verurteilt, nachdem sie über den Mord an mehreren Rohingya berichtet hatten. Die Täter müssen für zehn Jahre ins Gefängnis.

Kritik an der Nominierung von Meghan Markle

Seit 1927 ehrt das „Time Magazine“ Menschen, die das Jahr positiv wie negativ geprägt haben. Eines haben die Kandidaten stets gemeinsam: Hinter der „Person of the Year“ steht meist eine große Geschichte.

In der Shortlist 2018 stand neben Khashoggi und den Journalisten unter anderem auch Meghan Markle zur Auswahl. Dafür wurde das US-Magazin kritisiert. Der Vorwurf der Kritiker: Markle hätte zwar eine Schauspielkarriere zugunsten einer royalen Hochzeit aufgeben, inhaltlich aber wenig zu bieten.

Im vergangen Jahr wurden Frauen und Männer der #metoo-Bewegung zur einflussreichsten Person des Jahres gewählt.

Geschichten, Fortschritt und gesellschaftliche Bewegungen: Alljährlich kürt das amerikanische „Time Magazine“ die „Person of the Year“. Also jene Menschen oder Gruppierung die den Planeten am meisten geprägt haben – negativ wie positiv. Das sind die Gewinner der letzten zehn Jahre.

Das ist die Shortlist der „Person of the Year“-Kandidaten 2018

-Donald Trump, US-Präsident

-Familien, die an den US-Grenzen voneinander getrennt wurden

-Wladimir Putin, Präsident von Russland

-Robert Mueller, Ex-FBI-Direktor

-Ryan Coogler, der Filmregisseur von „Black Panther“

-Christine Blasey Ford, Klimaforscherin, die gegen Brett Kavanaugh aussagte

-Jamal Khashoggi, getöteter saudischer Journalist

-“March for out Lives“-Aktivisten

-Moon Jae-In, Präsident der Republik Korea

-Meghan Markle, Duchess of Sussex

Von RND/ka/mkr

Das Smartphone wird zwar zum wichtigsten Bildschirmgerät, aber die Kinder der 60erjahre bleiben ihrem Medium treu. Und für bildstarke Monumentalproduktion gilt sowieso: Größer ist schöner.

11.12.2018

Oliver Schröm, der Chefredakteur des Recherchebüros Correctiv, ist in den Fokus von Ermittlungen der Hamburger Staatsanwaltschaft geraten. Der Vorwurf: Wirtschaftsspionage und Verletzung des Geschäftsgeheimnisses. Der Journalist wehrt sich.

11.12.2018

Personal-Rochade bei Gruner + Jahr: Bisheriger Chefredakteur Christian Krug ist nicht mehr Teil der Stern-Chefetage, dafür folgen Florian Gless und Anna-Beeke Gretemeier.

11.12.2018