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Medien & TV "Heroes VI": Neue Herausforderungen für Strategen
Nachrichten Medien & TV "Heroes VI": Neue Herausforderungen für Strategen
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12:11 20.10.2011
Screenshot aus "Might & Magic: Heroes VI"
Die taktischen Kämpfe in "Might & Magic: Heroes VI" erinnern etwas an Schach. Quelle: Ubisoft
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Es gab einmal eine Zeit, in der das Strategiegenre das beliebteste im Videospielbereich war – egal ob Rundenstrategie wie „Battle Isle“ oder Echtzeitstrategie wie „Command & Conquer“. Doch das ist lange her, mittlerweile haben Actionspiele den Genre-Thron erklommen, und Taktiker bekommen nur noch wenige hochkarätige Titel geboten. Auch „Heroes of Might & Magic“, eine der beliebtesten Rundenstrategie-Reihen, ließ die Fans mehr als fünf Jahre auf den neuesten Taktiktitel warten – jetzt ist er für den PC erschienen.

Was als erstes beim sechsten Teil der Reihe auffällt, ist der Titel: Aus „Heroes of Might & Magic“ wurde „Might & Magic: Heroes VI”. Ansonsten wurde das grundlegende Spielprinzip jedoch beibehalten und nur an einigen Stellen verändert. In „Heroes VI“ übernimmt der Spieler die Rolle eines Helden, der rundenweise über eine von oben dargestellte Landschaft geschickt wird. Der Held sammelt Rohstoffe wie Gold und Holz ein, findet Schätze und Ausrüstung und bekämpft zusammen mit seinen Mitstreitern gegnerische Armeen. Dazu schaltet das Spiel in die Kampfansicht, in der das Spielfeld wie beim Schach in Quadrate unterteilt ist. Abwechselnd ziehen nun die Figuren wie Ritter, Armbrustschützen und Magier, greifen Gegner an oder wirken Angriffs- oder Unterstützungszauber. Die Kämpfe und besonders die Belagerung von Städten spielen sich dadurch taktisch sehr anspruchsvoll und werden auf dem hohen Schwierigkeitsgrad extrem knifflig.

Der Held gewinnt in den Schlachten und durch das Erfüllen von Aufgaben – etwa Artefakte finden oder besondere Feinde besiegen – an Erfahrung, steigt im Level auf und verbessert seine Fähigkeiten und Zaubersprüche. Außerdem muss der Held Städte einnehmen und darin Gebäude errichten, um neue Einheiten rekrutieren zu können. Die Ressourcen dafür bekommt er, indem er umliegende Bergwerke erobert.

In „Heroes VI“ gibt es nach dem Tutorial fünf Kampagnen, die in beliebiger Reihenfolge gespielt werden können. In jeder ist ein Nachkomme des Herzogs Slava die Hauptfigur; die Kinder haben jeweils eine eigene Fraktion gegründet: Die „Zuflucht“ lässt Ritter und Engel kämpfen, „Inferno“ schickt Dämonen in die Schlacht. Die „Necropolis“ verfügt über untote Kämpfer, die „Bastion“ befehligt Orks, die neue „Sanktuariums“-Fraktion Wasserwesen.

Die Kampagnen spielen sich spannend und herausfordernd und sorgen für zahlreiche Stunden Spielspaß, sind jedoch recht unspektakulär mit Dialogen und vereinzelten Zwischensequenzen inszeniert. Mangels Konkurrenz im Genre ist „Might & Magic: Heroes VI“ dennoch jedem Strategen zu empfehlen.

„Might & Magic: Heroes VI“ gibt es für den PC. Es ist ab zwölf Jahren freigegeben und kostet etwa 40 Euro.

jhf

Die ursprüngliche Verkaufsversion enthielt noch einige Fehler, so stürzte das Spiel etwa in machen Situationen ab. Der Publisher Ubisoft hat mit einem Patch darauf reagiert, mit dem die meisten Fehler behoben sind.