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Medien & TV Google bewegt sich beim Streit um Bücher im Netz
Nachrichten Medien & TV Google bewegt sich beim Streit um Bücher im Netz
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17:05 07.09.2009
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Google will beim Streit um sein Online-Buchangebot die Rechte europäischer Verlage und Autoren stärker berücksichtigen als bisher bekannt. In Europa urheberrechtlich geschützte und lieferbare Bücher sollten nicht ohne ausdrückliche Erlaubnis gescannt und online zugänglich gemacht werden, erklärte das US-Unternehmen am Montag am Rande einer Anhörung der EU-Kommission. Zudem sollten auch Nicht-US-Vertreter in dem Gremium sitzen, das die Rechte-Inhaber registriert.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels begrüßte die Ankündigung als „Schritt in die richtige Richtung“. Es sei aber fraglich, ob Google tatsächlich alle in Frage kommenden europäischen Rechte-Inhaber erfassen könnte, da dies technisch schwierig sei, sagte Jessica Sänger vom Börsenverein. Zugleich erneuerte sie grundsätzliche Vorbehalte gegen Googles Vorgehen, das ein „Copyright-System außerhalb des Gesetzes“ schaffe. Grundsätzlich seien die Digitalisierung und Nutzbarmachung insbesondere von vergriffenen Büchern im Internet aber eine gute Sache.

Der Suchmaschinenanbieter steht wegen eines Abkommens mit US-Verleger- und Autorenverbänden in der Kritik, das ihm weitgehende Verwertungsrechte über Bücher aus US-Bibliotheken einräumt. Dem Abkommen zufolge, das ein US-Gericht noch billigen muss, kann Google große Teile der Buchbestände scannen und US-Nutzern im Internet verfügbar machen, ohne die Rechte-Inhaber zuvor einzeln um Erlaubnis zu fragen. Diese haben dafür Anspruch auf Gewinnbeteiligung. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat sich gegen das Abkommen ausgesprochen.

afp

07.09.2009
07.09.2009
07.09.2009