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Medien & TV Europa spielt einen Tag Cyberkrieg
Nachrichten Medien & TV Europa spielt einen Tag Cyberkrieg
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18:16 04.10.2012
2010 hat laut EU jedes fünfte Unternehmen eine Cyber-Attacke gemeldet.
2010 hat laut EU jedes fünfte Unternehmen eine Cyber-Attacke gemeldet. Quelle: dpa
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Brüssel

Hunderte Experten auch von Telekommunikationsunternehmen und Behörden nahmen nach Angaben der EU-Kommission an der Übung teil. In Deutschland waren die Bundesregierung und mehrere Banken dabei. In einem speziellen Szenario wurden auch mehr als 30 000 E-Mails auf den Weg geschickt.

Bei einer „Distributed Denial of Service“-Attacke (DDoS) wird ein Webserver mit Unmengen von Anfragen überschwemmt, die er nicht mehr beantworten kann. Die attackierte Webseite ist dann nicht mehr zu erreichen. Im Ernstfall könnten Cyber-Angriffe laut EU-Kommission Millionen Bürger und Unternehmen in Europa treffen, der Schaden ginge in die Millionen Euro.

Hackerangriffe häuften sich weltweit, teilte die EU-Kommission mit. 2010 habe jedes fünfte Unternehmen eine Attacke gemeldet. Erste Ergebnisse der Übung mit dem Titel „Cyber Europe 2012“ will die ENISA in den kommenden Tagen vorlegen.

Welche Folgen Cyber-Angriffe für die Weltwirtschaft haben können, machte der britische Außenminister William Hague am Donnerstag bei einer zweitägigen internationalen Regierungskonferenz über das Internet in Budapest deutlich. Derartige Anttacken kosteten die Weltwirtschaft jährlich viele Milliarden Euro. "Es ist wesentlich, dass wir unsere Bereitschaft demonstrieren, eine sichere, robuste, offene und vertrauenswürdige globale digitale Umwelt zu schaffen, in der die Regierungen, die Branche und die Internet-User im gemeinsamen Bemühen zusammenarbeiten", sagte Hague. "Beim Schutz der Menschenrechte müssen wir ein Gleichgewicht der Verantwortlichkeiten schaffen, damit Informationen und Ideen frei fließen könne", führte der britische Außenminister weiter aus.

Die Cyberspace-Konferenz fand erstmals im November 2011 in London statt. Das jährliche Treffen soll dazu beitragen, Regeln für ein sicheres Internet zu formulieren. In Budapest waren rund 600 Politiker, Wissenschaftler und Experten aus Dutzenden Ländern dabei, unter ihnen auch die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton. Die nächste Konferenz soll 2013 in Südkorea stattfinden.

dpa/frs