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22:45 08.05.2014
Foto: Florian Mundt (genannt LeFloid), der hier an einer Veranstaltung der re:publica in Berlin teilnimmt, wird auf seinen YouTube-Videos Schleichwerbung vorgeworfen.
Florian Mundt (genannt LeFloid), der hier an einer Veranstaltung der re:publica in Berlin teilnimmt, wird auf seinen YouTube-Videos Schleichwerbung vorgeworfen. Quelle: dpa
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Florian Mundt ist von Beruf „YouTuber“. Er verdient sein Geld mit Videos bei dem Onlinenetzwerk. Fast 1,8 Millionen Menschen haben seine Clips auf der Google-Videoplattform abonniert. „Vor allem bin ich Kommentator. Ich kommentiere aktuelles Weltgeschehen“, sagte Mundt alias „LeFloid“. Sein Geld verdient „LeFloid“ allerdings über Werbeeinblendungen am Anfang des Clips. Andere YouTube-Stars preisen sogar Produkte in ihren Videos an. Solche Produktplatzierungen sieht Mundt kritisch: „Wenn ein Video um ein Produkt gebaut wird, das funktioniert nicht, das ist lächerlich.“

Dass das sogar Ärger bringen kann, haben zuletzt die YouTuber von Y-Titty erfahren müssen, die mittlerweile fast drei Millionen Abonnenten haben und zu den Stars der Videoplattform zählen. Die Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen warf der Kölner Gruppe Schleichwerbung vor. Daraufhin änderte der Vermarkter von Y-Titty seine Regeln. „Wir haben entschieden, exakt so, wie es für das Fernsehen gefordert ist, alle Produktplatzierungen zu kennzeichnen“, sagte der Mitgründer des Vermarkters Mediakraft, Christoph Krachten, auf der Internetkonferenz re:publica. Am Anfang und Ende der Clips und in der Beschreibung soll nun darauf hingewiesen werden, wenn die Künstler dafür bezahlt werden, dass sie bestimmte Produkte verwenden.

Bezahlte Werbeplatzierungen können für die YouTube-Macher ein zweischneidiges Schwert sein, warnte der Journalist und Blogger Martin Giesler. Im Netz als Markenbotschafter aufzutreten sei nicht ohne Risiko. Für die Blogger bestehe die Gefahr, dass ihr öffentliches Leben mit den Interessen eines Produktherstellers verschmelze: „Das ist für die Werbeindustrie ein gefundenes Fressen.“

Jessica Binsch

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