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Medien & TV “Besser als Sex”: Deutschlands erfolgreichster Sex-Podcast macht Schluss
Nachrichten Medien & TV “Besser als Sex”: Deutschlands erfolgreichster Sex-Podcast macht Schluss
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18:28 30.08.2019
Ines Anioli und Leila Lowfire bei einem Live-Auftritt. Quelle: picture alliance / Eventpress Ho
Berlin

Mehr als 250.000 Menschen verfolgen laut den Angaben seiner Macherinnen wöchentlich den Talk "Besser als Sex". Ab sofort bekommen Fans aber kein neues Futter mehr: Ines Anioli und Leila Lowfire haben das Ende von Deutschlands erfolgreichstem Sex-Podcast verkündet. Schon am Donnerstag wurde die letzte Folge veröffentlicht.

"Jeder Abschied fällt schwer, aber dieser hier ganz besonders", schreiben die beiden auf Instagram. "Wenn ihr unseren Podcast verfolgt, wisst ihr, dass sich die letzten Monate einiges geändert hat. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schauen wir in der heutigen Folge auf drei wundervolle Jahre mit euch."

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"Das Thema Sex ist ein massives Problem geworden"

Die angesprochene "Veränderung" hatte sich schon in den vergangenen Folgen des Podcasts angekündigt. Leila Lowfire erwartet in Kürze ihr erstes Kind - das Thema Sex stehe daher nicht mehr an erster Stelle, ließ sie in einer der Ausgaben durchblicken.

Noch schwerwiegender dürften sich jedoch die Veränderungen im Leben von Ines Anioli auf die Entscheidung ausgewirkt haben. In einer sogenannten "Real-Talk"-Folge im Juli hatte die Podcasterin bereits erklärt, dass das Thema Sex bei ihr derzeit praktisch nonexistent sei.

Anioli erzählt in der Folge von einer "beschissenen Erfahrung", die sie gemacht habe. Im aktuellen Zustand können sie sich "gar nicht vorstellen", sich "irgendwann mal von irgendwem wieder anfassen zu lassen." Das Thema Sex sei für sie ein massives Problem geworden. Sie habe sich deswegen auch in psychologische Behandlung begeben.

"Riesige Schuldgefühle"

Zunächst habe man gedacht, dass nur so "eine Phase", erklärt Anioli in der letzten Ausgabe des Podcasts. Das Thema Sex habe man darum in den folgenden Ausgaben des Talks deutlich zurückgefahren. Später habe sich jedoch herausgestellt, dass sie deutlich mehr Zeit für die Verarbeitung benötige.

"Bei mir ist so eine düstere Phase eingetreten. Auf einmal ist es für mich das Schlimmste geworden, das Thema Sex zu behandeln", erklärt Anioli. Sie habe deshalb auch "riesige Schuldgefühle. Dass ich der Grund bin, warum wir das beenden müssen."

Lowfire dazu: "Wir haben ja auch echt lange weitergemacht, obwohl es Dir nicht gut ging. Und Du hast Dich trotzdem hier hergeprügelt. Das rechne ich Dir mega hoch an." Man hätte das auch noch lange so weitermachen können, stellt Lowfire fest. "Aber was bringt uns das, und was bringt das unseren Hörern?".

Am Ende habe man sich entschlossen, den Podcast einzustellen. "Ich will auch nicht, dass Du Dich mit Themen auseinandersetzen musste, die Dir nicht gut tun", erklärt Lowfire.

Tour soll noch stattfinden

Die beiden Podcasterinnen hatten sich mit ihrem Sex-Talk echte Karrieren aufgebaut. Anioli ist inzwischen auch Stand-Up-Comedian und geht mit ihrem eigenen Programm auf Tour. Mit ihrem "Small Tits Club" setzt sie sich zudem für mehr Body Positivity ein.

Leila Lowfire nahm Anfang des Jahres am RTL-Dschungelcamp teil und wurde dadurch einer noch breiteren Zuschauerschaft bekannt.

Das Podcast-Ende sieht Lowfire auch als eine Art Neuanfang. Man könne jetzt schließlich mal gucken, "was wir sonst noch machen wollen. Der Podcast nimmt halt auch viel Raum ein."

Bis dahin haben Fans aber noch einmal die Gelegenheit "Besser als Sex" ein letztes Mal live zu erleben. Denn die lange angekündigte "Babyshower-Tour" solle laut der Macherinnen noch wie geplant im September über die Bühne gehen.

Von Matthias Schwarzer/RND

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