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Medien & TV AfD empört sich über angeblich manipulierte ARD-Wetterkarte – hat jedoch etwas Entscheidendes übersehen
Nachrichten Medien & TV AfD empört sich über angeblich manipulierte ARD-Wetterkarte – hat jedoch etwas Entscheidendes übersehen
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11:02 06.06.2019
Die ARD sagte in ihrem Wetterbericht einen heißen Sommertag voraus. Quelle: Armin Weigel/dpa
Berlin

Tiefrot ist die Wetterkarte – ein Hitzetag mit Temperaturen bis zu 33 Grad steht bevor. Die Grafik der ARD zeigt die Prognosen des bisher heißesten Sommertages – soweit nichts Ungewöhnliches.

Für die Mitglieder der AfD-Facebook-Gruppen bietet diese gewöhnliche Karte jedoch Anlass zur Empörung. In einem Posting wurde die Wettergrafik mit einer ähnlichen Ansicht aus dem Jahr 2009 verglichen.

Diese zeigte ebenfalls hohe Temperaturen, strahlte aber in sattem Grün. Die Botschaft einiger AfD-Parteikreisverbände: Die ARD würde in ihren Karten heiße Temperaturen heute rot unterlegt und somit dramatischer darstellen als noch vor zehn Jahren, als ähnliche Werte in Grün gezeigt wurde.

AfD wirft ARD Manipulation der Wetterkarte vor

Die AfD-Kreisverbände werfen der ARD in verschiedenen Posts gezielte Manipulation vor. Dazu schreibt beispielsweise am Mittwoch der Kreisverband aus Landau: „Noch offensichtlicher wie es die öffentlich-rechtlichen Sender zur Zeit tun, kann man wohl nicht ins Horn der Grünen blasen.“ Auch die AfD Kleve meldete sich zu Wort.

ARD kontert: Falsche Gegenüberstellung der Wetterkarte

Die ARD reagierte noch am Mittwoch auf die Vorwürfe und meldete sich in eigener Sache auf dem Recherche-Blog „Faktenfinder“ zu Wort. „Was die AfD-Verbände und verschiedene Nutzer allerdings nicht beachtet haben: Es werden Karten miteinander verglichen, die unterschiedliche Dinge zeigen“, heißt es dort. Bei der roten Grafik handele es sich um eine Temperaturvorhersage. Daher sei die Fläche rot eingefärbt, so dass Temperaturen auch an den Orten erahnt werden könnten, wo keine Zahlen eingetragen sind. Die Skala könne von Dunkelrot (für heiße Temperaturen) reichen bis blau (für Minusgrade). Das sei auch schon 2009 so gewesen. Die Farbanzeigen würden mit den Jahreszeiten variieren, da sonst keine klaren Unterschiede mehr in den Abstufungen zu sehen seien.

Die zweite Karte zeige jedoch eine Wettervorhersage für drei Tage – hier seien auch Angaben von Bewölkung, Niederschlag und Sonnenschein eingearbeitet – die Karte dahinter sei neutral – grün.

Nicht nur die AfD teilte die Wetterkarten – auch der Bildungsminister von Sachsen-Anhalt, Marco Tullner, von der CDU meldete sich zu Wort und fragte die ARD, warum die Wetterkarten bei denselben Temperaturen umgestellt worden seien.

Einige Kreisverbände der AfD haben inzwischen ihre Posts gelöscht.

Von Geraldine Oetken/RND

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