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Nachrichten Kultur Romanübersetzer haben Anspruch auf Erfolgsbeteiligung
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11:27 07.10.2009
Der für das Urheberrecht zuständige 1. Zivilsenat des BGH entschied nun im Sinne der Romanübersetzerin.
Der für das Urheberrecht zuständige 1. Zivilsenat des BGH entschied nun im Sinne der Romanübersetzerin. Quelle: ddp (Archiv)
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Neben dem vereinbarten üblichen Seitenhonorar müsse ein Übersetzer literarischer Werke ab einer Auflage von 5000 Exemplaren des übersetzten Werkes am Erlös der verkauften Bücher prozentual beteiligt werden, entschied der BGH nun erstmals. Diese zusätzliche Erfolgsbeteiligung müsse normalerweise bei Hardcover-Ausgaben 0,8 Prozent und bei Taschenbüchern 0,4 Prozent des Nettoladenverkaufspreises betragen.

Die klagende Übersetzerin hatte sich bei der Verlagsgruppe Random House im November 2001 zur Übersetzung zweier Romane aus dem Englischen ins Deutsche verpflichtet. Sie räumte der Verlagsgruppe sämtliche Nutzungsrechte an ihrer Übersetzung unbeschränkt ein. Dafür erhielt sie das vereinbarte Honorar von rund 15 Euro für jede Seite des übersetzten Textes. Sie sah aber dieses „Garantiehonorar“ als unangemessen an und verlangte von Random House eine Vertragsänderung für eine zusätzliche Erfolgsbeteiligung. Der für das Urheberrecht zuständige 1. Zivilsenat des BGH entschied nun im Sinne der Romanübersetzerin.

ddp