Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Kultur „Nurejew“: Ein Russe tanzt im Kalten Krieg
Nachrichten Kultur „Nurejew“: Ein Russe tanzt im Kalten Krieg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:02 23.09.2019
Lernt das Pariser Leben mehr schätzen, als es dem russischen Geheimdienst lieb ist: Rudolf Nurejew (Oleg Ivenko). Quelle: -/AlamodeFilm/dpa

Auf drei Zeitebenen erzählt Ralph Fiennes aus dem frühen Leben des legendären Tänzers Rudolf Nurejew (1938-1993). Neben den Lehrjahren am renommierten Choreographischen Institut in Leningrad und Rückblenden zu einer bettelarmen Kindheit in der russischen Provinz konzentriert sich Fiennes auf Nurejews erste Reise nach Paris. Das Leningrader Kirow-Ballett wird 1961 eingeladen, um die sowjetische Überlegenheit auf dem Gebiet des Balletts vorzuführen.

Es ist die heiße Zeit des Kalten Krieges, die Tänzer werden überwacht. Doch hält sich Nurejew nicht an Gesprächsverbote. Er taucht tief in die Kultur der westlichen Metropole ein und wird auf der Bühne gefeiert. Schließlich kommt es am Pariser Flughafen zum Showdown, als er nach Moskau ausgeflogen werden soll.

Die Besetzung ist ein echter Glücksgriff

Vor den Augen der Presse spielt sich ein Geheimdienstkrimi ab, den der Schauspieler Fiennes („Schindlers Liste“, „Der englische Patient“) in seiner dritten Regiearbeit mit subtiler Hochspannung in Szene setzt und dabei die lauernde Aggressivität der Kalten-Kriegs-Ära freilegt. Mit dem Ukrainer Oleg Ivenko hat Fiennes einen unerfahrenen Schauspieler, aber versierten Balletttänzer gefunden – ein Glücksgriff. Mit beträchtlichem Leinwand-Charisma gelingt es Ivenko, die Anziehungskraft, die Selbstbezogenheit, die Lebensneugier und das atemberaubende Talent eines Mannes zu verkörpern, der weiß, dass er ins Rampenlicht gehört, wo ihm die Aufmerksamkeit der ganzen Welt gewiss ist.

Nurejew – The White Crow“, Regie: Ralph Fiennes, mit Oleg Ivenko, Ralph Fiennes, 127 Minuten, FSK 6

Lesen Sie auch: Die aktuellen Kinoneustarts.

Von Martin Schwickert/RND

In „Rambo 5: Last Blood“ kehrt Sylvester Stallone als John Rambo auf die Kinoleinwand zurück. Die Kritiken fallen vernichtend aus – und auch Rambo-Erfinder David Morrell findet drastische Worte.

23.09.2019

Er ist „Born in the USA“ und „Born to Run“: Bruce Springsteen, das rockende Gewissen Amerikas, wird heute 70 Jahre alt. Hier sind sieben Gründe, den „Boss“ zu lieben.

23.09.2019

Stop-Motion als Antriebskraft: „Shaun das Schaf“ (Kinostart: 26. September) erlebt ein außerirdisches Abenteuer, bei dem noch ein weiteres Knuddelwesen mit von der Partie ist

27.09.2019