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Nachrichten Kultur Kein Gold für Deutsche beim Studentenoscar
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11:29 10.06.2012
Der Film „Von Hunden und Pferden“ von Thomas Stuber hat es bei den Studentenoscars bis in die Endrunde geschafft.
Der Film „Von Hunden und Pferden“ von Thomas Stuber hat es bei den Studentenoscars bis in die Endrunde geschafft. Quelle: dpa
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Los Angeles

Kein goldener Oscar für Deutschland: Bei der Vergabe der Studentenoscars am Samstagabend (Ortszeit) in Los Angeles mussten sich die deutschen Bewerber mit Silber und Bronze zufriedengeben. Dabei waren die Chancen so groß wie nie zuvor: Zwei der drei letzten Bewerber waren Deutsche - gewonnen hat den begehrten Preis für Nachwuchsregisseure ein Engländer.

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences vergibt den Studentenoscar in fünf Kategorien, eine ist für den besten Auslandsfilm. Die drei besten standen schon seit Wochen fest, am Samstagabend in Hollywood wurde aber bei der 39. Vergabe noch feierlich eröffnet, wer den Preis in Gold, Silber und Bronze bekommt. Gewinner war letztlich David Winstone mit „For Elsie“. Immerhin geht es in dem Film um ein deutsches Musikstück: Ein Klavierlehrer kann 10 000 Pfund verdienen, wenn er der Tochter eines russischen Gangsters Beethovens „Pour Elise“ beibringt - an einem Tag.

Der Leipziger Thomas Stuber zeigte sich mit dem zweiten Platz „glücklich, unglaublich glücklich“: „Es ist eine sehr große Ehre und unser Film hat sehr viele Komplimente bekommen“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Auch der Produzent des Films, Pascal Nothdurft, sprach von „einem Glücksfall“: „Wir hatten nie mit Gold gerechnet. Aber allein hier zu sein, zu den letzten drei zu gehören, ist ein Traum.“

Stuber produzierte an der Filmakademie Baden-Württemberg und hatte es mit „Von Hunden und Pferden“ in die Endrunde geschafft. Der Kurzspielfilm erzählt nach dem Buch des Leipzigers Clemens Meyer die Geschichte von dem arbeits- und mittellosen Rolf. Der verwettet sein ganzes bisschen Geld auf der Pferderennbahn, um mit dem erhofften Gewinn seinen geliebten Hund Piet operieren lassen zu können. Der Halbstünder hatte im November bei der Vergabe der deutschen Kurzfilmpreise bereits eine Auszeichnung erhalten.

Bronze ging an Elmar Imanov von der Internationalen Filmschule Köln. In „Die Schaukel des Sargmachers“ erzählt er die Geschichte eines Vaters und seines behinderten Sohnes im ländlichen Aserbaidschan. Normalerweise verprügelt der Vater den schon erwachsenen Musa, doch dann erfährt er, dass der sterben wird. Als der Alte den Sarg für den eigenen Sohn machen muss, verändert das die Beziehung. Der Film ist im an das Türkische erinnernde Aserbaidschanisch gefilmt und wird mit englischen Untertiteln gezeigt. Imanov ist selbst in Aserbaidschan geboren.

„Wir feiern, weil wir gewonnen haben. Silber ist fantastisch“, sagte Stuber. „Es ist ja nicht nur, dass wir in die Endrunde gekommen sind. Man kann hier auch großartige Kontakte knüpfen. Dieser Abend ist ein Glücksmoment.“ Der 31-Jährige sagte, dass er sich durchaus vorstellen könne, in den USA zu filmen. „Aber erstmal ist mein Arbeitsplatz Deutschland.“

Insgesamt hatten 51 Teilnehmer aus 29 Ländern ihre Filme für den Studenten-Oscar eingereicht. Mit gleich sieben Filmen war Deutschland am stärksten vertreten. Im vergangenen Jahr hatte der Hamburger Regisseur Max Zähle mit seinem Kurzspielfilm „Raju“ die Trophäe in Bronze gewonnen. 

jhf/dpa

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