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Kultur „Joker“-Soundtrack: Wegen Kindesmissbrauchs Verurteilter könnte Vermögen verdienen
Nachrichten Kultur „Joker“-Soundtrack: Wegen Kindesmissbrauchs Verurteilter könnte Vermögen verdienen
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14:18 09.10.2019
Joaquin Phoenix in einer Szene des Films „Joker“. Quelle: AP

Kaum ein Film hat in letzter Zeit die US-Kinobesucher derart schockiert und polarisiert wie der neue „Joker“-Film, der am Donnerstag auch in Deutschland anläuft. Der Film steht unter anderem wegen der Darstellung von psychischen Krankheiten und Gewalt in der Kritik. Für Empörung sorgt jetzt aber auch ein weiterer Aspekt, der nichts mit der Handlung zu tun hat. Der Soundtrack enthält einen Song von Gary Glitter, einem britischen Glam-Rock-Musiker und verurteilten Pädophilen.

Der Joker tanzt zu „Rock and Roll Part 2“

Nach einer besonders gewalttätigen Szene im Film tanzt der Joker, gespielt von Joaquin Phoenix, eine Treppe herunter – ein zentraler Moment im Film. Während der Szene läuft „Rock and Roll Part 2“, auch bekannt als „Hey Song“, von Gary Glitter. Viele Kinobesucher reagieren empört auf die Songauswahl.

Der Popstar sitzt derzeit bereits zum dritten Mal im Gefängnis und verbüßt dort eine 16-jährige Haftstrafe. 2015 wurde er für mehrere Sexualdelikte verurteilt. Unter anderem soll der Sänger, der mit gebürtigem Namen Paul Gadd heißt, ein junges Mädchen vergewaltigt haben.

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Gary Glitter ist bereits dreimal verurteilt

Zuvor musste er bereits 1999 ins Gefängnis, weil er Bilder von Kindermissbrauch heruntergeladen hatte. 2006 wurde er in Vietnam erneut verurteilt, weil er zwei junge Mädchen belästigte.

Den Song von einem Pädophilen in einem Film zu verwenden, in dem es unter anderem um Kindermissbrauch geht, empfinden viele Kinozuschauer als vollkommen unangemessen. „Ich möchte wirklich nicht über den Joker-Film reden, aber wer hat ihn bitte zu Gary Glitter tanzen lassen?“, fragt ein Nutzer bei Twitter. „Nicht die beste Songauswahl“, schreibt ein anderer.

Der Sänger verdient mehrere Tausend Pfund

Was die Zuschauer besonders aufregt: Experten zufolge wird der Popstar mit dem Film viel Geld verdienen. Wie der „Guardian“ berichtet, bekommt der Sänger allein für die Verwendung des Songs mehrere Tausend Pfund. Abhängig vom Erfolg des Kinofilms und Einnahmen aus dem Verkauf des Soundtracks könnte Gary Glitter noch deutlich mehr verdienen. Die „Sun“ spekuliert sogar, der Musiker könne insgesamt Hunderttausende Pfund bekommen.

Bereits am Startwochenende hat der Film Rekorde gebrochen. Mit 96 Millionen Dollar in den USA und über 150 Millionen Dollar weltweit erzielte der „Joker“ das bislang beste Einspielergebnis an einem Startwochenende im Oktober.

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RND/lzi

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