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Kultur Hitzewelle in Deutschland: Diese sechs Filme sorgen für Abkühlung
Nachrichten Kultur Hitzewelle in Deutschland: Diese sechs Filme sorgen für Abkühlung
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13:55 25.06.2019
Liebe, Sex und Party: Benny (Yiftach Katzur, v.l.n.r.), Johnny (Zachi Noy) und Momo (Jonathan Sagalli) lassen in „Eis am Stiel“ gern die Hüllen fallen. Quelle: picture alliance / United Archiv
Hannover

Rollläden runter, Beine hoch und Fernseher an: An diesen heißen Tagen hilft nur der Rückzug aufs heimische Sofa – mit Ventilator und Eiskübel versteht sich. Bei welchem Filmen Sie am besten die Hitze draußen vergessen oder Ihnen kalt ums Herz wird, das erfahren Sie hier.

„Eis am Stiel“

Sie waren die Helden einer ganzen Generation: Johnny (Zachi Noy), Benny (Yiftach Katzur) und Momo (Jonathan Sagalli) machten mit ihren Liebes- und Sexabenteuern die israelische Komödie „Eis am Stiel“ zur Kultfilm-Reihe der 80er und für manch einen auch der 90er Jahre. Unvergessen sind wohl die Szenen mit der liebeshungrigen und bedeutend älteren Stella, mit der Johnny und Momo gleich in der ersten Filmfolge (1978) „anbandeln“. Aber auch der ewig unglücklich verliebte Benny, der sich in der fünften Folge (1984) aus Kummer sogar einen Felsen hinabstürzen will, bleibt dem geneigten Zuschauer in Erinnerung. Liebe, Party, Sex – die Themen sind ewig aktuell. Doch so erfrischend wie bei „Eis am Stiel“ kommen sie lange nicht daher. Untermalt wird die juvenile Schwärmerei und Unbeholfenheit im „Umgang“ mit dem anderen Geschlecht besonders in den ersten Teilen mit der Umbruchsmusik der 1950er Jahre. Für Nostalgiegefühle sorgt auch der hebräische Originaltitel des ersten Films der Reihe: „Eskimo Limon“ ist ein Wassereis, dass es noch heute gibt und in Supermärkten oft gern als Vorratspackung angeboten wird. Wem also bei manch einer Szene zu heiß wird, der kann sich mit dem Fingereis Abkühlung verschaffen.

„Waterworld“

Als der Film „Waterworld“ 1995 ins Kino kam, galt der Klimawandel den meisten noch als unwahrscheinlicher als eine Invasion Außerirdischer. Die Polkappen waren im Film geschmolzen, fester Boden und Süßwasser waren die größten Schätze auf Erden und Kevin Costner war ein Mutant mit Kiemen, der von einem kriegerischen Volk verfolgt wurde. Hier ist fast nur Meer zu sehen, nach den gut zwei Stunden glaubt man, nie mehr Durst zu haben. Mit dem Film ging Kevin Costner dann auch noch baden.

„Night Train“

Der „Night Train“ ist aus der Zeit gefallen, ein computeranimierter Zug in Vierziger-Jahre-Bauweise, der fast unbesetzt durch eine unwirkliche Schneenacht braust und dabei wie ein Weihnachtsbaum geschmückt ist. Drinnen sind echte Schauspieler am Wirken, der Schaffner (Danny Glover) führt ein spontan zu Mord entschlossenes Trio an, das den zugestiegenen Mr. Cairo umbringt, eines unkaputtbaren magischen Schatzkästleins wegen. Traumartiger, winterkalter Mystery-Thriller, der das Publikum auch bei 40 Grad plus schüttelt – wegen der Eiseskälte im Film und wegen der schauspielerischen Darbietungen.

„Eddie, The Eagle“

Wenn von den Olympischen Winterspielen in Calgary 1988 der Welt noch irgendwer namentlich in Erinnerung geblieben ist, dann Edwards alias „Eddie, the Eagle“, der englische Skispringer, der vom höchsten Punkt der kanadischen Stadt, eben jenem Turm, hinabraste, um für Großbritannien über den Schanzenrand zu „fliegen“. Edwards war zehn Kilo schwerer als der schwerste seiner Konkurrenten, und er trug dicke Brillengläser, die ihm vor jedem Sprung beschlugen. Er hatte all das, was eine Weltwitzfigur braucht. Aber das Publikum und die Medien schlossen den kleinen Helden ins Herz. Taron Egerton („Rocketman“) saust als Eddie in Schneelandschaften die Rampen runter, Hugh Jackman bringt ihm als Trainer bei, was ein Adler wissen muss. Und wir frösteln bei 40 Grad vor Angst, weil Kameramann George Richmond die Schanzen wolkenkratzerhoch inszeniert.

„Small Foot“

Ein eisigartiges Abenteuer: Yetis glauben nicht an Menschen. Sie leben in ihrer eisigen Welt, die wie sie glauben, aus dem Hintern des Himmelsyaks gefallen ist und auf einem Meer aus Wolken schwimmt, das wiederum auf dem Rücken gewaltiger Mammuts ruht. Dass unter den Wolken ein Milliarden zählendes Volk fellfreier Egomanen und Planetengefährder lebt, wäre ihnen im Traum nicht eingefallen. Dass es sie gibt, muss Yeti Migo feststellen. Es entspinnt sich ein liederreiches Lehrstück über Weltoffenheit, Toleranz, ein Plädoyer für Bildung und dafür, Heilige Schriften nicht allzu wortwörtlich zu nehmen und deren engstirnige Verfechter anzuzweifeln. Damit liegt der Film vor allem in bislang fortschrittlichen Ländern wie den USA richtig, in denen die Evolution wieder in Zweifel gezogen und der biblische Sechs-Schöpfungstage-Mythos für bare Münze genommen wird. Die Yetis dieses Computertrickfilms lassen es freilich an der trickfilmüblichen Possierlichkeit vermissen, sie sehen aus wie zwiebelköpfige Hornwesen in fusseligen Siebzigerjahre-Schlaghosen, die sich – von einigen großartigen Kommunikationswitzen (u. a. das Gespräch mit einer erziehungsgestressten Höhlenbärin) abgesehen – mit Slapstickgags begnügen, die uns auch an Hochsommertagen wie diesen runterkühlen, indem sie uns das Lächeln auf den Lippen gefrieren lassen.

„Der Fluch“

Spuk ist die eine Sache, Japan-Spuk aber eine ganz andere. Das Böse aus Nippon verhält sich wie eine Seuche, spaltet Zeit und faltet Raum, ist da und doch nicht, hat lange schwarze Haare, blaues Gesicht, braucht keine Mitternacht, um Unheil zu stiften, und zirpt, knattert, schreit und kreischt wie Brehms komplettes Tierleben. Takashi Shimizus US-Remake seines eigenen Schockers „Ju-On“ ist kein Nervenkitzel, sondern elementare Qual. Was Sarah Michelle Gellar („Buffy“) in dem Tokioter Geisterhaus des Films „Der Fluch“ erlebt, lässt einem das Blut zu Tal stürzen, die Haare zu Berge stehen und noch die komplette nächste Woche läuft es einem eiskalt den Rücken runter. Gibt eigentlich nichts Besseres bei der Hitze.

Von RND / big / ali

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