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07:04 27.04.2015
Von Uwe Janssen
Weltliche Musik, sakraler Rahmen: Leveleleven in der Neustädter Hof- und Stadtkirche.
Weltliche Musik, sakraler Rahmen: Leveleleven in der Neustädter Hof- und Stadtkirche. Quelle: Alexander Körner
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Hannover

Hinter dem spielerischen Namen verbergen sich die Mitglieder der schwedischen Real Group und der finnischen Formation Rajaton. Elf Menschen auf höchstem Level – die Organisatoren der 15. A-cappella-Woche Hannover haben mit dem Auftaktkonzert in der Neustädter Hof- und Stadtkirche die Messlatte für die kommenden Festivaltage sehr hoch gelegt.

Natürlich ist das Konzert bis unters Dach ausverkauft, als die Großband die stimmungsvoll ausgeleuchtete Bühne betritt, werden sie wie Popstars empfangen. Beide Gruppen hätten die Kirche auch allein voll bekommen, aber in dieser reizvollen Zusammenstellung ist die Neugier besonders groß. Es wird noch aus einem anderen Grund ein besonderes Ereignis: Denn wie Rajaton-Altistin Soila Sariola berichtet, sind die Koffer der Musiker nicht rechtzeitig angekommen, sodass sie unter anderem mit geliehenen Mikrofonen arbeiten, die freundlicherweise die hannoversche Formation Str8voices zur Verfügung gestellt hat. Selbst die Schuhe sind geliehen, aber der sanglichen Darbietung tut das alles keinen merklichen Abbruch. Die Gruppen lassen im Auftaktstück „All Creatures“ ein passendes, immer wiederkehrendes „Halleluja“ durch den Kirchenraum schweben, schwenken dann mit dem Beatles-Stück „Eleanor Rigby“ zum Pop und wechseln sich dann für jeweils ein paar Songs ab. Das finnische Sextett, drei Damen, drei Herren, covert zum Beispiel „Under Pressure“ von Queen und David Bowie, dabei trägt die Saalakustik das unmikrofonierte Klatschen mühelos bis in die hinteren Reihen.

Weitere Informationen

Infos: www.acappellawoche.com.

The Real Group nimmt sich Nat King Coles „Nature Boy“ vor und bringt –mit Flaschenblaseinsatz – alle Aspekte zum Thema Wasser in einem Lied unter. Im Verbund versuchen die Gruppen Gemeinsamkeiten zu finden, besingen die Inselgruppe Åland zwischen Schweden und Finnland und in der schwungvollen „Nordisk Polska“ musikalische Traditionen. Sogar ein paar Tanzschritte haben sie eingeübt. Das Singduell, der „A-cappella-Battle“, lässt gar ein bisschen West-Side-Story-Gefühl aufkommen – und ist eine gute Verpackung für ein Medley der jeweiligen Ensembles.

Aber von Konkurrenz kann zumindest auf der Bühne keine Rede sein. Die Bands mögen sich, das sieht man, und vor allem hört man es: Mit einer donnernden Version des Earth-Wind-&-Fire-Klassikers „September“ verabschiedet sich die Sangesriege von einem begeisterten Publikum – und kommt mit einem Volkslied in lappischer Sprache noch einmal zurück.

Am Montag geht’s weiter mit Voices8 in der Johanneskirche Völksen, morgen singen die Feisten im Schloss Landestrost.

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