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06:37 30.08.2020

Die politischen Protagonisten der Flüchtlingskrise und was aus ihnen wurde

2015 ist Angela Merkel wie heute Bundeskanzlerin Deutschlands. Ihr Satz "Wir schaffen das" vom 26. August, als sie Heidenau in Sachsen und eine dort gelegene Flüchtlingsunterkunft besucht, steht seitdem symbolisch für die deutsche Flüchtlingspolitik und die damals aufkommende Willkommenskultur, die sich dem wachsenden Rechtspopulismus in der BRD entgegenstellt. Merkel hat damals neben dem Hass mit starken innenpolitischen Gegenströmen zu kämpfen – unter anderem aus der CSU. Dazu kommen die aus Ungarn geschürten europapolitischen Machtkämpfe. Besondere Kritik erfährt die Kanzlerin bis heute für ihren nach Ansicht vieler zu späten Fokus auf die Flüchtlingsproblematik für Deutschland und Europa.

Quelle: Getty Images

Seehofer ist 2015 noch Ministerpräsident Bayerns. Unter Druck gesetzt von den innerparteilichen Machtkämpfen, die sein damaliger Staatsminister Markus Söder anzettelt, verlässt Seehofer zunehmend den Hand-in-Hand-Kurs mit Angela Merkel und der CDU und verlangt unter anderem eine Obergrenze für Flüchtlinge und stärkere Kontrollen an den deutschen Grenzen. Druck bekommt er auch von den südosteuropäischen Ministerpräsidenten, die beklagen, dass der Zustrom durch die deutsche Willkommenspolitik zu stark gefördert werde. Durch seine starke Kritik an Regierung und Kanzlerin wirkt die Union zunehmend gespalten und Bayern isoliert von den übrigen Bundesländern. Infolgedessen erhält die CSU nach den Wahlen 2017 in der neuen Großen Koalition das Bundesinnen- und heimatministerium, dessen Führung Seehofer übernimmt. Auch in diesem Amt steht er für eine strengere Flüchtlingspolitik und heimst für viele Äußerungen und Ansichten starke Kritik ein.

Quelle: picture alliance / dpa

Er ist 2015 Bundesinnenminister und somit Vorgänger von Horst Seehofer. De Maiziére steht damals vor allem deshalb in der Kritik, weil er nach Ansicht vieler das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nicht in den Griff bekommt. Zu schnell sei es an seine Grenzen gekommen und würde dem Aufkommen an Geflüchteten unorganisiert und überfordert gegenüber stehen. Außerdem kritisiert de Maiziére 2016 die Praxis des Kirchenasyls öffentlich und verteidigt das gewaltsame Vorgehen eines Polizeibeamten gegen ein Flüchtlingskind bei Unruhen gegen Geflüchtete in Clausnitz. Für die Kanzlerin ist er lange ein eng vertrauter Minister, scheidet nach den Bundestagswahlen 2017 aber aus dem Kabinett Merkel aus und ist seitdem einfacher CDU-Abgeordneter im Bundestag.

WAZ / AZ

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