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Digital Wanderer bekommen bei Verletzungen digitale Hilfe
Nachrichten Digital Wanderer bekommen bei Verletzungen digitale Hilfe
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08:38 29.08.2019
Erste Hilfe könnten verletze Wanderer mit dem Projekt "MeDiLand" bald digital erhalten.
München/Spiegelau

Gerade auf dem Land ist eine flächendeckende medizinische Versorgung oft schwierig. Der Ärztemangel stellt zusammen mit dem demographischen Wandel und einem ausbaufähigen öffentlichen Verkehrsnetz ein Problem dar, so das Bayerische Gesundheitsministerium. Wer sich beim Wandern verletzt, könnte aber bald mit digitaler Unterstützung Erste Hilfe bekommen.

Digitale Unterstützung bei Erste Hilfe-Maßnahmen

Das Waldschmidthaus im Bayerischen Wald soll als erste Berghütte an das Projekt "MeDiland" zur besseren medizinischen Versorgung auf dem Land angebunden werden. Es ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums in München das erste Vorhaben dieser Art im Freistaat. "Läuft alles nach Plan, können im Herbst die ersten Wanderer zum Beispiel bei Verletzungen oder Unfällen digital erstversorgt werden."

Das Waldschmidthaus, das offiziell Rachelschutzhaus genannt wird, ist auf einer Höhe von 1360 Metern die höchstgelegene Berghütte im Bayerischen Wald und befindet sich direkt unterhalb des Großen Rachel (1453 Meter). Seit November 2017 gehört es dem Freistaat Bayern.

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Mit Ärzten per Videotelefonie kommunizieren

Das Projekt "Medizin Digital zur Versorgung auf dem Land (MeDiLand)" der Technischen Hochschule Deggendorf im Gemeindeverbund Spiegelau-Frauenau war vor rund einem Jahr gestartet. Dabei sind zwei Arztpraxen, Versorgungs-Assistentinnen in der Hausarztpraxis, das Pflegewohnheim Rosenium in Spiegelau (Landkreis Freyung-Grafenau) und das Klinikum Grafenau miteinander verbunden. Ärzte und Pflegende können per Videotelefonie kommunizieren und sich dabei sehen. Sogenannte Vitaldaten von Patienten und Pflegeheimbewohnern zu Körperfunktionen wie Blutdruck können in Echtzeit übertragen werden und liegen somit beiden Seiten vor: dem Mediziner und einem geschulten Helfer bei demjenigen, dem geholfen werden muss.

Als zweite Klinik soll nun das Klinikum Zwiesel angeschlossen werden. "Gerade im ländlichen Raum bietet die Digitalisierung große Chancen für die Patientinnen und Patienten, für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen", lobte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) den Feldversuch.

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RND/dpa

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