Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Digital Notruf 112: Android-Smartphones leiten Retter künftig zum Unglücksort
Nachrichten Digital Notruf 112: Android-Smartphones leiten Retter künftig zum Unglücksort
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:00 11.10.2019
Wer mit seinem Android-Smartphone künftig den Nortuf 112 wählt, gibt auch seinen präzisen Standort preis, was im Notfall leben retten kann.
Berlin

Nutzer eines Android-Smartphones in Deutschland, die den Notruf 112 anwählen, übertragen künftig akkuratere Standortinformationen, um Retter schneller zum Unglücksort zu leiten. In einer Kooperation der drei Mobilfunk-Netzbetreiber sowie Google wird bei Notrufen aus dem Mobilfunknetz der genaue Unglücksort automatisch an die Rettungsleitstelle übermittelt - bis auf wenige Meter genau. Insbesondere in Situationen, in denen Hilfesuchende den Notfallort nicht genau beschreiben könnten, spare die neue Technik wertvolle Zeit, erklärten Telekom, Vodafone und Telefónica am Donnerstag in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Standortdaten werden ohne App übermittelt

Damit die präzisen Standortdaten übertragen werden, müssen die Anwender keine zusätzliche App installieren oder eine Funktion auf dem Smartphone aktivieren. Mit der Technik „Advanced Mobile Location“ (AML) wird der Standortdienst in einem Smartphone automatisch aktiviert, wenn die Notrufnummer 112 angewählt wird. Damit kann der Standort an die zuständige Leitstelle übermittelt werden.

Ein Drittel der Leitstellen bereits im System

Der Dienst wird für alle Leitstellen in Deutschland von der Integrierten Leitstelle Freiburg - Breisgau Hochschwarzwald in Zusammenarbeit mit der Berliner Feuerwehr betrieben. Derzeit seien ein Drittel der rund 250 Leitstellen in Deutschland an das System angebunden und empfangen somit bereits die Standortdaten. Die übrigen Leitstellen würden in den kommenden Monaten folgen.

Datensicherheit gewährleistet

Bei der Entwicklung des Konzeptes sei von Anfang an großen Wert auf eine datenschutzfreundliche Umsetzung gelegt worden, erklärten die Provider. Google hat seinen Android Emergency Location Service so entwickelt, dass die Standortdaten nur übermittelt werden können, wenn der Smartphone-Nutzer den Notruf 112 wählt. In den Leitstellen würden die Daten nur kurzzeitig vorgehalten. „Eine Stunde nach dem Notruf werden die Standortdaten dort unwiederbringlich gelöscht und stehen dann nur noch in der zuständigen Leitstelle zur Verfügung.“ Eine Arbeitsgruppe der Datenschutzkonferenz, einem Gremium der Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder, habe das Konzept ausgiebig geprüft.

RND/dpa

Flugreisen und Autos produzieren CO₂ – das ist allen klar. Was dagegen nur wenigen Menschen bewusst ist: Auch der Gebrauch des Internets setzt Treibhausgase frei. Eine französische Non-Profit-Organisation will das ändern.

11.10.2019

Forscher aus München arbeiten an einem Roboter, der fühlen kann. Mithilfe von Sensoren werden Berührungen gemessen und verarbeitet. Zukünftig soll das System für alle Robotertypen funktionieren.

10.10.2019

Bäume pflanzen oder ausschließlich Ökostrom nutzen - mit solchen Versprechen werben Suchmaschinen oder Mailanbieter um umweltbewusste Kunden. Damit sollen diese beim Surfen einen kleinen Beitrag für die Umwelt leisten können. Doch tut man der Natur damit wirklich einen Gefallen?

10.10.2019