Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Digital Neuralink: Elon Musk stellt Technologie für Hirn-Computer-Vernetzung vor
Nachrichten Digital Neuralink: Elon Musk stellt Technologie für Hirn-Computer-Vernetzung vor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:40 17.07.2019
Quelle: Kiichiro Sato/AP/dpa
San Francisco

Elon Musk ist für seine großen Visionen bekannt. Im April 2019 sorgte der Tesla- und SpaceX-Gründer für Schlagzeilen, als er Neuigkeiten zu seinem Start-up „Neuralink“ ankündigte. Das 2016 gegründete Unternehmen arbeitet an einer Schnittstelle zwischen Hirn und Computer. Bisher hatte der Unternehmer nur wenige Informationen über den Stand der Entwicklungen preisgegeben. Auf einem Event in San Francisco hat Neuralink der Öffentlichkeit nun aber erste Details seiner revolutionäre Technik vorgestellt.

Ziel des Start-ups ist es, eine Technik in das menschliche Gehirn zu implantieren, die dieses direkt mit einem Computer verbindet. Damit sollen zunächst Menschen mit Bewegungseinschränkungen wie einer Querschnittlähmung Computer und Handys bedienen können.

Auch interessant:
Biobots, die Wesen der Zukunft

Symbiose mit Künstlicher Intelligenz

Doch das ist laut Musk nicht alles: Mit der Schnittstelle reagiert der Unternehmer auch auf die fortschreitende Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI). Bereits 2016 hatte er angekündigt, die Leistungsfähigkeit der Menschen zu optimieren, damit diese nicht irgendwann hinter die Intelligenz von Maschinen zurückfallen. Auf dem Event erklärte Musk, die neue Technologie würde „eine Art Symbiose mit Künstlicher Intelligenz“ erzeugen.

Der erste große Fortschritt, den Neuralink in San Francisco vorstellte, sind hauchdünne Fäden für die Implantation. Diese sollen die Aktivität der Nervenzellen im Gehirn messen. Wie „The Verge“ berichtet, sind diese 4 bis 6 Mikrometer breit – deutlich dünner als ein menschliches Haar mit rund 60 Mikrometern. Die Fäden bestehen außerdem aus einem flexiblen Material. Im Gegensatz zu den bisher verwendeten steiferen Materialien senke dies das Risiko von Schäden im Gehirn. Wie es in einem White Paper von Neuralink heißt, können die Fäden außerdem größere Datenmengen transportieren. Dazu habe man die Zahl der Elektroden auf bis zu 3072 erhöht.

Lesen Sie auch:
Was Künstliche Intelligenz in der Medizin schon kann – und was nicht

Neue Technologie mit drahtloser Verbindung

Wie „The Verge“ berichtet, sind die dünnen Stränge jedoch auch schwerer zu implantieren als bisher verwendete Technologien. Neuralink habe deswegen einen neurochirurgischen Roboter entwickelt. Dieses „Nähmaschinen-ähnliche“ Gerät implantiert die Fäden automatisch. Und schließlich stellte das Unternehmen auch ein Chip vor, der Signale des Gehirns besser lesen und verstärken kann.

Noch können diese Signale nur über eine Kabelverbindung übertragen werden. Laut dem Bericht arbeitet Neuralink jedoch darauf hin, ein kabelloses System zu entwerfen. Vier Sensoren sollen dann im menschlichen Gehirn implantiert werden. Die Sensoren schicken Signale über eine drahtlose Verbindung an ein externes Gerät, das hinter dem Ohr platziert wird. „Kontrolliert wird es durch eine iPhone-App“, sagte der Präsident von Neuralink, Max Hodak, auf dem Event in San Francisco.

Bei einem Affen funktioniert die Schnittstelle bereits

Mit der Präsentation der neuen Technologie wolle Neuralink in erster Linie neue Talente anwerben, so Musk auf dem Event. Auf der Homepage des Unternehmens sind zahlreiche Stellen ausgeschrieben, um die Entwicklung des Neuralink-Systems zu unterstützen.

Noch führt das Unternehmen seine Versuche größtenteils an Ratten durch, um die Stabilität der Plattform sicherzustellen. Wie die britische Internet-Zeitung „The Independent“ berichtet, enthüllte Musk in einer Fragerunde am Ende des Events jedoch scheinbar „versehentlich“, wie weit das System schon entwickelt ist: Demnach sei es einem Affen bereits gelungen, mit einem Chip im Kopf einen Computer zu steuern. Laut Medienberichten soll schon 2020 eine klinische Studie mit motorisch eingeschränkten Patienten starten.

Auch interessant:
Tech-Milliardär Elon Musk: Genie oder Wahnsinn?

Von RND/lzi

Google Maps bekommt eine neue Funktion. In dem Kartendienst kann man sich nun auch anzeigen, wie viele freie Leihräder an einer bestimmten Station verfügbar sind. In Deutschland ist die Anwendung bisher nur in zwei Städten verfügbar.

17.07.2019

Wer ein Android-Smartphone nutzt, erlaubt Google viele Einblicke: Personalisierte Werbung, gespeicherte WLAN-Passwörter oder Standortverläufe – doch das muss nicht sein. Mit wenigen Änderungen kann man Google in die Schranken weisen.

17.07.2019

Wer bei Amazon Waren bestellt, bekommt sie nicht immer direkt von Amazon. Ein Großteil stammt von Händlern, welche die Webseiten der US-Firma als Plattform nutzen. Einige dieser Händler waren unzufrieden – und bekommen nun eine gute Nachricht aus Bonn.

17.07.2019