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Digital So sicher sind Whatsapp und Co.
Nachrichten Digital So sicher sind Whatsapp und Co.
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08:31 18.10.2018
Wie sicher sind Messenger wie Whatsapp oder der Facebook Messenger und welche Alternativen gibt es? Quelle: imago
Hannover

Facebook und Whatsapp gehören nach wie vor zu den beliebtesten Messengerdiensten. Mit 1,5 Milliarden Nutzern weltweit rangiert Whatsapp, das seit 2014 zu Facebook gehört, sogar noch vor dem Nachrichtendienst des Mutterkonzerns. Doch immer wieder gibt es Sicherheitsbedenken von Datenschützern. Während Whatsapp immerhin eine standardmäßige Verschlüsselung bietet, muss diese beim Facebook-Messenger erst manuell über die Funktion „geheime Unterhaltung“ aktiviert werden. „Whatsapp selbst nutzt seit einiger Zeit eine von Experten weithin als sehr sicher eingestufte Ende-zu-Ende- Verschlüsselung für die Kommunikation“, erklärt Stephan Dörner, Onlinechefredakteur des Fachmagazins „t3n“. „Gegen Mitlauschen durch Dritte – inklusive Whatsapp selbst – sind die Konversationen daher sehr gut gesichert. Die Probleme bestehen im Bereich der Kontaktdaten und anderer sensibler Metainformationen.“ Whatsapp greift etwa auf die Kontakte des eigenen Telefonbuchs zu und teilt diese rechtswidrig mit dem Betreiber Facebook. Außerdem findet ein Datenaustausch statt.

Messenger-Nutzung: Rechtliche Probleme im beruflichen Kontext

Während dies im privaten Bereich zumindest kein rechtliches Problem darstellt, sieht es bei der beruflichen Nutzung anders aus. „Wer Whatsapp beruflich einsetzt, sollte sich bewusst sein, dass der Einsatz gegen die seit Mai wirksam gewordene Datenschutz- Grundverodnung (DSGVO) verstößt, sofern der Nutzer nicht jeden einzelnen Kontakt im Telefonbuch um Erlaubnis fragt, die Daten mit Whatsapp zu teilen“, erläutert Dörner. Einige Unternehmen entwickeln deshalb sogar eigene DSGVO-konforme Messenger oder soziale Netzwerke Stashcat oder Just Social. Als lohnende Alternative zu Facebook und Whatsapp empfiehlt der Experte die Messenger- App Signal, deren Verschlüsselungstechnologie auch von den beiden großen Anbietern genutzt wird: „Wenn es um die Aspekte Datenschutz und sichere Kommunikation geht, ist der Open-Source-Messenger Signal sicher die beste Lösung.“ Leider sei die Software wenig verbreitet, sodass man das eigene Umfeld gleich mit überzeugen muss, darauf zu setzen.

Messenger-Sicherheit: Auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung achten

Ein guter Kompromiss aus Datenschutzfreundlichkeit, gegen Mitlauschen gesicherte Kommunikation und Beliebtheit sei die Schweizer Messenger-App Threema. „Die App kostet Geld und ist keine Open-Source-Software. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wurde von dem Unternehmen aber extern einer Überprüfung unterzogen und Threema speichert nach eigenen Angaben nicht mehr als nötig“, sagt Dörner. Von dem ebenfalls beliebten Messenger Telegram rät Dörner dagegen ganz klar ab. „Das Unternehmen dahinter ist intransparent, nur ‚Geheim-Chats‘ sind in der App Ende-zu-Ende-verschlüsselt und selbst da kommt ein Algorithmus zum Einsatz, der von Kryptoexperten nicht geprüft und als sicher eingestuft wurde.“

Die beliebtesten Messenger im Check

Wir haben einen Überblick über die gängigsten Messenger zusammengestellt und erklären, wie sicher die Social-Media-Kommunikation darüber ist.

Facebook Messenger

Wer über Facebook mit Freunden chatten will, kommt um den hauseigenen Facebook-Messenger kaum herum. Weltweit nutzen 1,3 Milliarden Menschen aktiv den Nachrichtendienst. Neben der Möglichkeit, sich mit einer oder mehreren Personen über Textnachrichten auszutauschen, sind auch Sprachanrufe und Videochats möglich. Laut Unternehmensangaben sind 200 000 Chatbots im Messenger aktiv. Die App lässt sich auf dem Smartphone auch unabhängig von der Facebook-App installieren und nutzen. In einigen Ländern wird derzeit ein Bezahlsystem über den Facebook-Messenger getestet.

Hier geht’s zur Android App für den Facebook Messenger.

Hier geht’s zur iOS App für den Facebook Messenger

Whatsapp Messenger

Der Nachrichtendienst Whatsapp wurde 2009 in Kalifornien gegründet und gehört seit 2014 zum Facebook-Konzern. Mit 1,5 Milliarden Nutzern ist der Messenger noch beliebter als der des Mutterkonzerns. Im Gegensatz zum Facebook- Messenger sind Whatsapp-Nachrichten standardmäßig durch Ende-zu-Ende- Verschlüsselung geschützt. Neben dem Versenden von Text- und Sprachnachrichten ist es möglich, über die Statusfunktion zeitlich begrenzt Video- und Bildmontagen zu teilen und über das Android-Betriebssystem IP-Telefonie zu nutzen. Ab 2019 will das Unternehmen Werbung im Statusbereich schalten.

Hier geht’s zur Android App für den Whatsapp Messenger.

Hier geht’s zur iOS App für den Whatsapp Messenger.

Telegram Messenger

Gründer des Messengerdienstes ist Pawel Walerjewitsch Durow, der bereits 2006 gemeinsam mit seinem Bruder das im russischen Sprachraum beliebte soziale Netzwerk Vk.com ins Leben rief. Nach eigenen Angaben speichert das Unternehmen seine Schlüssel dezentral auf Servern weltweit. Die Ende-zu-Ende- Verschlüsselung des Messengers muss manuell aktiviert werden und ist nicht für alle Funktionen verfügbar. Besonderheiten sind öffentliche Channels, Gruppen mit bis zu 100 000 Mitgliedern und das Teilen großer Dateien mit bis zu 1,5 Gigabyte

Hier geht’s zur Android App für den Telegram Messenger.

Hier geht’s zur iOS App für den Telegram Messenger.

Threema Messenger

Rund 4,5 Millionen Menschen nutzen den kostenpflichtigen Messengerdienst des in der Schweiz ansässigen Unternehmens. Die Registrierung erfolgt über einen zufällig generierten Code; die Angabe einer Telefonnummer oder E-Mail- Adresse ist nicht erforderlich. Sicherheitsschlüssel zwischen Chatpartnern können per QR-Code ausgetauscht werden. Alle Kommunikationsformen – ob Sprachanrufe, Gruppenchats, Medien, Dateien oder Statusmeldungen – sind standardmäßig Ende-zu- Ende-verschlüsselt. Die App kostet 2,99 Euro im Google Play Store und 3,49 Euro im App Store.

Hier geht’s zur Android App für den Threema Messenger.

Hier geht’s zur iOS App für den Threema Messenger.

Signal Messenger

Bekanntester Nutzer des Signal-Messengers ist der US-amerikanische Whistleblower und frühere CIA-Mitarbeiter Edward Snowden. Die Verschlüsselung erfolgt über das Ende-zu- Ende-verschlüsselte Signal-Protokoll, das frei zugänglich ist und erstmals 2010 unter dem Namen TextSe-cure veröffentlicht wurde. Auch Facebook und Whatsapp verwenden das Signal-Protokoll. Wie bei Threema sind alle Kommunikationsformen – ob Nachrichten, Fotos, Videos oder Videoanrufe – standardmäßig verschlüsselt und können bei Bedarf manuell neu verschlüsselt werden.

Hier geht’s zur Android App für den Signal Messenger.

Hier geht’s zur iOS App für den Signal Messenger.

Von Lisa Stegner/RND

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