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13:56 09.10.2018
Die Google-Plus-App wird bis Sommer nächsten Jahres von Smartphones und Tablets verschwinden. Quelle: Robert Günther/dpa
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Berlin

Nach der angekündigten Abschaltung von Google Plus für Verbraucher haben Nutzer nun noch bis Ende August 2019 Zeit, um ihre Inhalte aus dem sozialen Netzwerk zu sichern. Die Abwicklung von Google Plus werde sich über die kommenden zehn Monate hinziehen, wie Google mitteilt. In diesem Zeitraum würden Nutzer etwa mit Informationen darüber versorgt, ob und wie sie mit ihren Daten zu anderen Diensten umziehen könnten.

Das Herunterladen der Inhalte ist jetzt schon über Googles Datenexport-Funktion möglich, wenn man sich mit dem Konto der entsprechenden Google-Plus-Seite angemeldet hat. Gesichert werden können Daten aus verschiedenen Bereichen wie Kreisen, Communities oder Stream, die jeweils separat heruntergeladen werden müssen. Mehr Informationen finden Sie hier dazu.

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Konsequenzen für Android

Hintergrund der Einstellung von Google Plus ist neben der geringen Nutzerzahl und Nutzungsintensität eine bereits im März geschlossene Sicherheitslücke, die das Unternehmen ein halbes Jahr verschwiegen hatte. Über das Datenleck in einer Programmierschnittstelle (API) hatten App-Entwickler auch Zugriff auf nicht-öffentliche Nutzerdaten wie Alter, Geschlecht, Beruf, Adresse oder E-Mail. Google schätzt die Zahl der Betroffenen auf bis zu 500.000, weiß aber nicht, wer konkret betroffen sein könnte und ob die Lücke überhaupt ausgenutzt worden ist. Unternehmen soll Google Plus als Dienst weiter angeboten werden.

Als Reaktion auf den Vorfall hat Google zudem angekündigt, Nutzern des Android-Betriebssystems eine feiner abgestufte Kontrolle darüber zu ermöglichen, welche Daten aus welchen Google-Diensten mit Apps geteilt werden. Die detailliertere Rechtevergabe an Apps soll sich durch mehr aufpoppende Dialogboxen bemerkbar machen, in denen der Zugriff auf jeden einzelnen Dienst separat bestätigt werden muss. Bislang muss man noch alle Zugriffswünsche von Apps auf Google-Dienste gemeinsam akzeptieren oder gemeinsam ablehnen.

Von dpa/RND

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