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Der Norden Warnstreik bei Erixx – viele Züge fallen aus
Nachrichten Der Norden

Warnstreik bei Erixx trifft Berufspendler am Freitagmorgen

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06:21 03.07.2020
Beschäftigte von Erixx treten am Freitagmorgen in den Warnstreik. Quelle: dpa
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Hannover

Im Ringen um bessere Entlohnung sind Beschäftigte des Bahnunternehmens Erixx am Freitagmorgen in den Warnstreik getreten. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) rief unter anderem die Lokomotivführer, Zugbegleiter und Disponenten auf, von 3 bis 10 Uhr die Arbeit niederzulegen. Dem sind die meisten offenbar auch nachgekommen. Auf der Homepage von Erixx ist zu sehen, dass die meisten Verbindungen ausfallen. Nur einzelne Verbindungen von und nach Hannover werden aufrecht erhalten. Für ausgefallene Züge setzt Erixx nach eigenen Angaben Busse ein.

Gewerkschaft fordert 38-Stunden-Woche

„Die GDL fordert einen Stufenplan der sicherstellt, dass die Beschäftigten keine Eisenbahner zweiter Klasse mehr sind, sondern für die gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn wie in den übrigen Wettbewerbsunternehmen erhalten“, teilte die GDL am Donnerstagabend mit.

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„Hierzu erwarten wir noch in dieser Tarifrunde ein klares Zieldatum innerhalb der nächsten zwei Jahre, welches auch die Einführung der 38-Stunden-Woche beinhaltet“, sagte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. Die erixx GmbH sei seit 2011 am Markt, doch seitdem liefen die GDL-Mitglieder ständig dem Niveau des Marktführers hinterher. „Die kürzlich von der Geschäftsführung in einem Mitarbeiterbrief aufgeführte Entgeltverbesserung ist pure Augenwischerei“, so Weselsky.

Erixx reagiert überrascht: „Kompromiss lag auf dem Tisch“

Erixx teilte mit, ein ausgehandelter Verhandlungskompromiss mit der GDL sei vor einigen Tagen überraschend wieder in Frage gestellt worden. „Immerhin liegt trotz der Corona-Krise ein Paket mit einem Volumen von gut 9 Prozent für eine Laufzeit von 14 Monaten auf dem Tisch“, hieß es. An die Fahrgäste gewandt teilte das Unternehmen mit: „Bitte haben Sie etwas Geduld, wir hoffen wie Sie auf eine schnelle Einigung.“ Welche Züge ausfallen, war noch nicht bekannt.

Von RND/lni