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Der Norden Alte Munition explodiert bei Waldbrand
Nachrichten Der Norden Alte Munition explodiert bei Waldbrand
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18:32 25.06.2019
Das Feuer brach auf dem Gelände der ehemaligen Munitionsfabrik Muna nahe Eschede aus. Quelle: Polizei Celle (Twitter)
Eschede

In der Nähe von Eschede (Kreis Celle) ist in einem Wald auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik ein Brand ausgebrochen. Wie die Polizei Celle mitteilte, ist die Feuerwehr mit einem Großaufgebot vor Ort. Ein Sprecher des Landkreises Celle sagte der HAZ, es sei auch alte Munition explodiert. Dabei sei aber niemand verletzt worden. Die Flammen haben eine Fläche von rund fünf Hektar erfasst. Die Ursache ist noch unklar.

Das Gelände der ehemaligen Muna-Munitionsfabrik liegt zwischen den Ortschaften Scharnhorst und Höfer, beide sind etwa zwei Kilometer vom Brandort entfernt. Eine kleinere Siedlung liegt einen Kilometer von dem Areal entfernt. Wie Ulf Heinemann, Gemeindebrandmeister von Eschede, der HAZ sagte, hat es in dem Kiefernwald rund um die abgerissene Fabrik schon häufiger gebrannt. An ein Feuer dieses Ausmaßes könne er sich aus seiner jahrzehntelangen Tätigkeit in der Feuerwehr aber nicht erinnern. „Wir wissen, dass es hier Altlasten im Boden gibt“, sagte er.

Feuerwehr löscht von Wegen aus

In einem solchen Fall gehe der Schutz der Feuerwehrleute in jedem Fall vor. „Man sieht zu, dass man die Brandnester aus sicher Entfernung löscht, von den Wegen aus“, berichtete der Gemeindebrandmeister, der selbst nicht vor Ort war. Die Muna bei Höfer diente den Nationalsozialisten unter anderem als Logistikzentrum für Munition. In dem betroffenen Hochwald rundum wachsen vorwiegend Kiefern. Das Feuer entzündete sich bei Temperaturen um 33 Grad und leichtem Südwind, der im Verlauf auffrischte. Zunächst rückten die Freiwilligen Feuerwehren Eschede, Südheide und Lachendorf aus, die dann schnell Verstärkung anforderten.

Die aktuelle Hitzewelle hat die Waldbrandgefahr in Niedersachsen deutlich erhöht. Besonders betroffen ist bisher der Osten Niedersachsens. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor Waldbränden vor allem in den Regionen Uelzen, Nienburg und im nördlichen Landkreis Celle, wo auch Eschede liegt. Dort gilt aktuell die höchste Warnstufe 5. Am Mittwoch erweitert sich das am stärksten gefährdete Gebiet weiter Richtung Süden bis in den Raum Göttingen. Von Donnerstag an sinke die Waldbrandgefahr wieder. Doch auch dann müssten Vorsichtsmaßnahmen weiter beachtet werden.

Die niedersächsische Waldbrandzentrale in Lüneburg ist besetzt. Hier laufen alle Bilder und Daten der 20 Waldbrandüberwachungskameras zusammen. Die hochmodernen Kameras haben einen Rundumblick von über zehn Kilometern und erkennen frühzeitig Rauchentwicklung. Damit ist bei Waldbrand eine sehr schnelle Alarmierung der Einsatzkräfte möglich.

Im Wald gilt Rauchverbot

Wer einen Waldrand entdeckt, sollte sofort die Notrufnummer 112 wählen, teilen die Landesforsten mit. „Wir bitten die Bevölkerung zudem um Mithilfe bei der Waldbrandverhütung“, sagte ein Sprecher. Dazu gehöre insbesondere, kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe zu machen. Grillen sollte man nur auf freigebenden Grillplätzen – dazu das örtliche Forstamt fragen.

Im Wald gilt bis zum 31.Oktober ein allgemeines Rauchverbot. Autos mit Katalysatoren sollten nicht über trockenem Gras abgestellt werden. Wichtig auch: Niemand sollte brennende Zigaretten aus dem Auto werfen.

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Von Gabriele Schulte

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