Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Der Norden Zweite Klage: Stoppen Tierfreunde jetzt den Abschuss des Rodewalder Wolfs?
Nachrichten Der Norden Zweite Klage: Stoppen Tierfreunde jetzt den Abschuss des Rodewalder Wolfs?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 31.05.2019
Der Leitwolf des Rodewalder Rudels (Symbolfoto) ist zum Abschuss freigegeben. Dagegen klagen Tierschützer. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Der Freundeskreis freilebender Wölfe hat beim Verwaltungsgericht Oldenburg Klage gegen den Abschuss des Rodewalder Wolfs eingereicht. Das teilte der Verein am Montagabend mit. Ein Eilantrag der Naturschützer in dem Fall war gescheitert: Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg hatte im Februar bestätigt, dass das Raubtier abgeschossen werden darf. Es könne davon ausgegangen werden, dass dieser Wolf weiterhin Rinder mit normalerweise ausreichendem Herdenschutz reißen und seine Jagdtechnik an andere Wölfe weitergeben werde, hieß es zur Begründung. Das Gericht hatte damit eine Eilverfahrens-Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg (AZ.: 4 ME 48/19) bestätigt.

Rinder, Ponys und ein Alpaka gerissen

Auf das Konto des sogenannten Rodewalder Leitrüden gehen nach Angaben des Umweltministeriums Risse von Rindern, Ponys und einem Alpaka. Sein Territorium erstreckt sich auch auf Teile der Region Hannover und des Heidekreises. Der Wolf „GW717m“ überwand den Angaben zufolge mehrfach wolfsabweisende Zäune in Höhe von 0,9 Metern und einmal von 1,1 Metern. Die Abschussgenehmigung für den Leitrüden gilt seit Januar und derzeit noch bis Ende Mai.

Die Naturschützer klagen gegen den Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Sie argumentieren unter anderem, er habe seine „rechtlich gebotenen Alternativmaßnahmen“ noch nicht ausgeschöpft. Nach Auffassung des Vereins sind 1,20 Meter hohe Stromzäune möglich und ausreichend, um Rinder-Risse durch Wölfe in aller Regel zu verhindern. Der Landesbetrieb und das Land Niedersachsen müssten zunächst alle anderen in Frage kommenden Herdenschutzmaßnahmen ergreifen, „bevor über den Abschuss eines Wolfes nachgedacht werden könne“.

Kurti 2016 abgeschossen

Erstmals war im April 2016 ein Wolf in Niedersachsen mit behördlicher Genehmigung abgeschossen worden, weil er einen Hund angegriffen und zu wenig Scheu vor Menschen gezeigt hatte. Das Kurti genannte Tier war anders als der Rodewalder Rüde mit einem Senderhalsband ausgestattet.

Lesen Sie auch

Umweltminister Olaf Lies (SPD) im Interview

So ist die Rechtslage

Ein Wolfsexperte im Interview

Die Sorge der Menschen in Rodewald

Von Caroline Kosel

Die Zeiten für Bauern sind offenbar hart – das zeigt die Entwicklung beim landwirtschaftlichen Sorgentelefon: Dort häufen sich die Anrufe. Die Gründe: Mangelnde Wertschätzung, ein Ruf als Umweltsünder – und Streit zwischen Alt- und Jungbauer.

28.05.2019

Beim Gedanken an Otto Waalkes kommen vielen schnell Bilder des Komikers in hoppelnder Pose in den Sinn. Eben dieses Bild könnte zukünftig vier Ampeln in Ottos Heimatstadt Emden zieren.

28.05.2019

Wegen des Ausbaus der A7 ist die Strecke in Richtung Kassel in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch bei Northeim erneut gesperrt. Verkehrsbehinderungen in Südniedersachsen sind die Folge.

28.05.2019