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Der Norden 50 Infizierte: Corona-Ausbruch in Altenheim in Vechta
Nachrichten Der Norden

Vechta : Corona-Ausbruch in Altenheim St. Hedwig

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16:34 02.10.2020
31 Bewohner und 19 Mitarbeiter des Hauses St. Hedwig in Vechta sind infiziert. Quelle: imago images/Nordphoto
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Vechta

In einem Alten- und Pflegeheim in Vechta haben sich Dutzende Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Es gebe 50 bestätigte Fälle, sagte Landrat Herbert Winkel am Freitag. Betroffen seien 31 Bewohner und 19 Mitarbeiter des Hauses St. Hedwig. Weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Region seien zurzeit aber nicht geplant, da sich der Corona-Ausbruch klar verorten lasse. Auch in anderen Regionen Niedersachsen mehren sich die Corona-Fälle wieder.

Der Bürgermeister der Stadt Vechta, Kristian Kater, mahnte, jeder könne etwas dafür tun, dass sich die Infektionen nicht weiter ausbreiten. „Wir dürfen nicht die erzielten Erfolge der vergangenen Wochen und Monate aufs Spiel setzen“, sagte er. Ein für den 4. Oktober geplanter verkaufsoffener Sonntag in Vechta war bereits Anfang der Woche abgesagt worden, auch wegen vieler Infektionen im benachbarten Landkreis Cloppenburg.

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Schwellenwert dürfte erreicht werden

Für den Kreis Vechta gab das Land Niedersachsen die Zahl der Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche am Freitagvormittag mit 23,8 an. Mit dem Ausbruch im Pflegeheim dürfte der Wert aber den Schwellenwert von 50 erreichen, der als Indikator für eine mögliche Ausweitung von Schutzmaßnahmen vereinbart wurde.

Im Juli hatte es in Lohne im Kreis Vechta einen größeren Corona-Ausbruch gegeben. Damals waren Dutzende Mitarbeiter eines eines Wiesenhof-Schlachtbetriebes positiv getestet worden.

„Sehr beunruhigender Wert“

Landesweit gab es am Freitag 249 neue nachgewiesene Infektionen. „Das ist tatsächlich ein sehr beunruhigender Wert“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. „Wir sehen auch, dass sich die Infektionen über das ganze Land verteilen.“

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Die Landesregierung plant angesichts dieser Entwicklung neue Einschränkungen. So sollen private Treffen in den eigenen vier Wänden einem Entwurf zufolge auf 25 Teilnehmer begrenzt werden – unabhängig von der Zahl der Corona-Fälle in der jeweiligen Region. Im Gegenzug soll die Obergrenze für Feiern in der Gastronomie auf 100 steigen.

Die bisherige Corona-Verordnung für Niedersachsen läuft am 8. Oktober aus. Das neue Regelwerk soll am Mittwoch vorgestellt werden.

Von RND/lni