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Der Norden Wie Interimspräsident Reinhard Jahn alte Fehler vermeiden will
Nachrichten Der Norden Wie Interimspräsident Reinhard Jahn alte Fehler vermeiden will
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16:12 08.12.2019
Prof. Reinhard Jahn (rechts) hat auf dem Jahresabschlussempfang der Uni Göttingen mahnende Worte gesprochen. Begrüßt wurde der neue Interimspräsident durch Prof. Norbert Lossau, Vizepräsident der Universität. Quelle: Peter Heller
Göttingen

Der Interimspräsident der Universität Göttingen, Prof. Reinhard Jahn, will den Universitätsangehörigen mehr Mitsprachemöglichkeiten bieten. Vor allem bei strategischen Fragen von allgemeiner Bedeutung müsse die Diskussion transparent geführt werden, sagte der 68-jährige Neurobiologe beim Jahresabschlussempfang der Universität. So könnten etwa wichtige Strategiepapiere in einem Online-Forum zur Kommentierung freigeschaltet werden, bevor diese von den zuständigen Gremien verabschiedet werden, schlägt Jahn vor.

Amt am 1. Dezember angetreten

Er hatte sein Amt, das er übergangsweise für etwa ein Jahr innehat, am 1. Dezember angetreten und damit die Personalquerelen an der Göttinger Universität vorerst beendet. Ursprünglich hatte der Lüneburger Uni-Präsident Sascha Spoun die Nachfolge der Göttinger Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel antreten sollen. Bei einem Teil der Professorenschaft stieß die Wahl im Juni dieses Jahres jedoch auf heftige Kritik. Als sich abzeichnete, dass das Verwaltungsgericht der Konkurrentenklage eines Bewerbers stattgeben könnte, zog Spoun seine Bewerbung zurück. Im November wurde das Wahlverfahren dann endgültig abgebrochen. Der Senat will nun eine neue Stellenausschreibung vorbereiten und eine neue Findungskommission einsetzen.

„Probleme nicht unter den Teppich kehren“

Jahn will die Interimszeit, bis eine neue Präsidentin oder ein neuer Präsident die Amtsgeschäfte übernimmt, dazu nutzen, die Universität nach den wochenlangen Querelen wieder in ein ruhigeres Fahrwasser zu führen. Er sprach sich dafür aus, die Fehler und internen Konflikte zu analysieren und aufzuarbeiten: „Die Probleme, die zur Krise im Sommer geführt haben, dürfen nicht unter den Teppich gekehrt werden.“

Der 68-jährige Zell- und Neurobiologe Jahn war zuvor mehr als zwei Jahrzehnte lang Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen. Dass der vielfach ausgezeichnete Max-Planck-Forscher ein enorm hohes Ansehen genießt, zeigte sich vor einigen Monaten, als Wissenschaftler aus aller Welt zu seiner Verabschiedung als Institutsdirektor nach Göttingen angereist waren.

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Von Heidi Niemann

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