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Der Norden Über eine Milliarde Euro: Niedersachsen investiert ins Verkehrsnetz
Nachrichten Der Norden Über eine Milliarde Euro: Niedersachsen investiert ins Verkehrsnetz
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08:16 06.01.2020
Ein Kran steht bei den Bauarbeiten an der Wöhlertalbrücke an der Autobahn A7 bei Heersum im Landkreis Hildesheim. Über eine Milliarde Euro fließen 2020 in Niedersachsens Verkehrsnetz. Quelle: dpa
Hannover

Frische Autobahnspuren, neue Gleise und Radwege: Eine Summe von weit mehr als einer Milliarde Euro soll in diesem Jahr in die Verkehrswege in Niedersachsen investiert werden. Sowohl in Autobahnen und Bundesstraßen als auch in das Landstraßennetz fließen hohe Beträge, wie das Verkehrsministerium in Hannover mitteilte.

Große Summen sind ebenfalls für den Erhalt und Ausbau des Bahnnetzes eingeplant. Die großen Neubauprojekte bei Autobahn und Eisenbahn aber kommen auch 2020 aus dem Planungsstadium nicht heraus. Sowohl bei der Küsten- und Heideautobahn als auch den ICE-Strecken von Hannover nach Bielefeld, Hamburg und Bremen ist ein Baustart weiter nicht absehbar.

Hohes Investitionsvolumen schon im dritten Jahr in Folge

In Autobahnen und Bundesstraßen werden in diesem Jahr nach der Planung 938 Millionen Euro investiert, nach 985 Millionen 2019 und 888 Millionen 2018. So viel Geld wie in den letzten Jahren sei vorher noch nie in das Fernstraßennetz in Niedersachsen investiert worden, betonte das Ministerium. Und in das Landstraßennetz - hier geht es um 8000 Kilometer Straße mit rund 2000 Brücken und 4600 Kilometer Radwege - fließt eine Rekordsumme von 117 Millionen Euro, 2019 waren es 115 Millionen Euro. Alleine für das beschleunigte Sanieren von Ortsdurchfahrten sind 15 Millionen Euro vorgesehen. 19 Millionen Euro fließen in Sanierung und Neubau von Radwegen entlang der Landstraßen.

„Der Ausbau und die Sanierung bestehender Straßen hat für uns einen hohen Stellenwert“, sagte Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU). „Eine funktionierende und moderne Straßeninfrastruktur ist entscheidend für den Wirtschaftsstandort Niedersachsen und die Mobilität aller Bürgerinnen und Bürger.“

Erfolg von Umweltklagen: Land muss nachbessern

In Betrieb gehen sollen in diesem Jahr einige der lange herbeigesehnten Ortsumgehungen. Im Frühjahr ist die Freigabe der B3-Umfahrung von Hemmingen bei Hannover geplant und im Sommer die Freigabe der B243-Verlegung von Bad Sachsa bis zur thüringischen Landesgrenze einschließlich der Umfahrung von Mackenrode in Thüringen.

Lesen Sie auch: Hemmingen – So fährt es sich auf der neuen B3-Ortsumgehung

Als Zubringer zu den Autobahnen 7 und 38 ist die Verbindung für beide Bundesländer von Bedeutung. Im Herbst wird die neu trassierte B212 bei Berne einschließlich der neuen Klappbrücke über die Hunte in Betrieb genommen und Ende des Jahres die verlegte B211 von Mittelort bis Brake.

Die B3-Umgehungsstraße bei Hemmingen in der Region Hannover aus der Luft: Blick auf Devese mit den beiden Kreiseln und der Brücke über die neue Trasse. Quelle: Harald Schneider

Teils bereits erfolgreiche Umweltklagen bremsen unterdessen weiter die Küstenautobahn A20 und die Heideautobahn A39 aus. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht im Sommer einigen Klagen gegen einen ersten genehmigten Abschnitt der 105 Kilometer langen A39 stattgab, muss Niedersachsen hier die Planung nachbessern.

Auch für einen ersten Abschnitt der A20, für den eine Baugenehmigung vorliegt, arbeitet das Land nach dem Urteil zum Grundwasserschutz die Planung nach, außerdem muss hier ohnehin noch das Bundesverwaltungsgericht über Klagen entscheiden. Parallel laufen allerdings für etliche weitere Abschnitte beider Autobahnen die Planfeststellungsverfahren.

Ausbau des Bahnstreckennetzes stockt

Viele hundert Millionen Euro will die Deutsche Bahn auch in diesem Jahr in Sanierung und Ausbau ihres Netzes in Niedersachsen investieren, die genaue Summe wird im Februar beziffert. Weiter im Planungsstadium befindet sich der Ausbau der Strecke von Hannover nach Hamburg und Bremen, der die Fahrt der ICE-Züge beschleunigen und Güterzügen ein besseres Durchkommen ermöglichen soll. Noch keinen Planungsauftrag gibt es unterdessen für die umstrittene Schnellfahrtrasse von Hannover nach Bielefeld. Kommunen in der Region wollen lieber einen Ausbau bestehender Gleise, einen nennenswerten Zeitgewinn auf der wichtigen Route Richtung Ruhrgebiet bietet aber nur eine Neubaustrecke.

Lesen sie auch: Tempo 300 – Neue ICE-Trasse zwischen Hannover und Bielefeld geplant

Die Bahn will neue Schnellstrecken schaffen – unter anderem zwischen Hannover und Bielefeld. Doch bislang gibt es noch keine konkreten Umsetzungpläne. (Symbolbild) Quelle: dpa

Weiter voran kommt unterdessen die bereits seit Jahren laufende Modernisierung niedersächsischer Bahnstationen, an der sich das Land finanziell beteiligt. Insbesondere geht es um den barrierefreien Ausbau mit Aufzügen, Rampen und Blindenleitsystemen, aber auch neue Wartebereiche und Beleuchtungen werden installiert. Abgeschlossen werden soll in diesem Jahr die Modernisierung des Braunschweiger Hauptbahnhofs sowie der Stationen Bad Sachsa, Natrup-Hagen, Wahrenholz, Weener, Meine, Barnten und Schandelah.

Von RND/lni

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