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Der Norden Trotz Andrang: Entspannte Lage in Niedersachsens Ausflugsgebieten
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Trotz Andrang: Entspannte Lage in Niedersachsens Ausflugsgebieten

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19:50 17.01.2021
Das angekündigte Winterwetter im Harz und in anderen Ausflugsregionen hatte bei den Verantwortlichen erneut die Sorge vor zu vielen Besuchern ausgelöst. Symbolbild.
Das angekündigte Winterwetter im Harz und in anderen Ausflugsregionen hatte bei den Verantwortlichen erneut die Sorge vor zu vielen Besuchern ausgelöst. Symbolbild. Quelle: Caroline Seidel/dpa
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Barsinghausen

Nach teilweise chaotischen Zuständen in der jüngsten Zeit in Niedersachsens verschneiten Ausflugsgebieten ist das Wochenende in den betroffenen Regionen deutlich ruhiger verlaufen. „Der Harz ist gut gefüllt, im Großen und Ganzen ist die Lage aber entspannt“, sagte ein Sprecher des Polizei Goslar am Sonntagnachmittag. Abgesehen von einigen Falschparkern gab es am Samstag und Sonntag keine größeren Zwischenfälle.

Ein Sprecher der Polizei Halberstadt in Sachsen-Anhalt sprach davon, dass anhand der Kennzeichen erkennbar gewesen sei, dass viele Besucher aus den nördlichen Nachbarländern in den Landkreis Harz angereist seien. „Es lief aber alles geordnet und es gab kein Wildparken“, sagte er.

„Alles friedlich geblieben“

In Schierke protestierten nach Polizeiangaben etwa 30 Menschen mit einer sogenannten „Rodeldemo“ gegen die Corona-Auflagen der Bundesregierung. Teilnehmer hielten etwa ein Transparent hoch mit dem Schriftzug „Reisefreiheit“. Zudem standen im Schnee einige Protest-Plakate. Die „versammlungsrechtliche Aktion“ sei angemeldet gewesen und störungsfrei verlaufen, so der Sprecher der zuständigen Polizei Halberstadt. Es seien auch keine Verstöße gegen Corona-Auflagen wie etwa die Maskenpflicht festgestellt worden. Die Polizei war mit einigen Dutzend Beamten vor Ort. „Es ist alles friedlich geblieben“, sagte die Sprecherin des Landkreises Harz.

Schwerverletzter in Wildemann

Bereits am Freitag wurde in Niedersachsen allerdings ein Mann bei einem Schlittenunfall auf dem Rodelhang in Wildemann schwer verletzt. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen, wie die Polizei Goslar am Samstag mitteilte.

Nach Einschätzung eines Polizeisprechers aus Holzminden waren auch im Solling zahlreiche Menschen unterwegs und die Parkplätze waren gefüllt. „Es gab aber keine größeren Verstöße gegen die Corona-Verordnungen, und auch zu einem Verkehrschaos kam es nicht“, fasste der Sprecher am Sonntagnachmittag zusammen. Demnach zeigte offenbar das verlängerte Rodelverbot für die größten und am stärksten besuchten Hänge Wirkung.

Harz: Großaufgebot der Polizei

Am Nienstedter Pass im Deister waren am Sonntag die Parkplätze ebenfalls ausgelastet. „Es gibt ein reges Interesse, im Deister spazieren zu gehen“, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei regelte die Zufahrt zu den Parkplätzen, sobald keine Parkmöglichkeiten mehr frei waren. Die Besucher waren dann angehalten, auf andere Orte auszuweichen. Zu größeren Staus oder einem Verkehrschaos kam es nicht.

Angesichts des weiter winterlichen Wetters hatten sich Polizei und Ordnungskräfte im Harz mit einem Großaufgebot für einen möglichen Besucherandrang am Samstag und Sonntag gewappnet. Nach den Erfahrungen vom vergangenen Wochenende habe man hinsichtlich der Maskenpflicht auf den Rodelhängen nachgebessert, teilte der Landkreis Goslar mit. Die Hänge, auf denen diese Pflicht gilt, seien nun konkret in der Allgemeinverfügung aufgelistet.

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Der Landkreis Holzminden hatte das Rodelverbot für die beliebtesten Hänge etwa im Solling aufgrund der Corona-Pandemie und der anhaltend kalten Witterung bis Ende Januar verlängert. Rodeln ist verboten, Ski-Langlauf oder das Hinterherziehen eines Schlittens dagegen erlaubt.

Von RND/dpa