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Der Norden Experte: Der wenige Regen reicht nicht aus
Nachrichten Der Norden Experte: Der wenige Regen reicht nicht aus
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18:49 25.04.2019
Trockenes Feld bei Laatzen (Region Hannover): Die Dürre des Jahres 2018 könnte sich wiederholen, wenn die trockene Witterung anhält. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Der für die kommenden Tage angekündigte Regen im Nordwesten Deutschlands reicht laut Deutschem Wetterdienst (DWD) vielerorts nicht aus. „Der wenige Niederschlag kommt nicht in den tiefen trockenen Böden an“, sagte ein DWD-Sprecher. Im ersten Quartal 2019 habe es im langjährigen Mittel zwar etwas mehr Niederschläge geben. Diese reichten oft aber nicht aus, um das Defizit nach dem trockenen Sommer auszugleichen. „Im tieferen Boden hält die Dürre an“, sagte der Wetterexperte vom DWD. Besonders die Landwirtschaft bekomme diese Nachwehen gerade deutlich zu spüren.

Hoffnung auf viel Regen ist für die Meteorologen nicht in Sicht. „Der klassische Landregen bleibt für den Moment aus“, sagte der DWD-Sprecher. In den kommenden Tagen werde es etwa in Hannover deutlich kühler. Am Wochenende werden dort maximal noch 15 bis 18 Grad erwartet. „Durch den ein oder anderen Regenschauer kommen aber keine großen Mengen Niederschlag zusammen“.

Wetterexperten warnen vor Dürresommer

Nach Einschätzung des DWD steuert Deutschland auf einen weiteren Dürresommer zu. „Sollte die trockene Witterung in den kommenden Monaten anhalten, könnte sich die Dürre des Jahres 2018 wiederholen oder sogar übertroffen werden“, sagt der Leiter der DWD-Agrarmeteorologie, Udo Busch, in Offenbach. Zum Beginn der Vegetationsperiode seien die Böden in vielen Regionen deutlich trockener als im vieljährigen Durchschnitt – und sogar trockener als im April des vergangenen Jahres.

Damals konnten Pflanzen und Bäume mit langen Wurzeln noch die Feuchtigkeit aus tiefen Bodenschichten ziehen und kamen so gut über die Trockenheit hinweg. Diese Wasserspeicher seien in diesem Jahr jedoch „weit weniger gut gefüllt“. Ein Dürresommer würde daher nicht nur die Landwirtschaft erneut hart treffen, sondern dieses Mal auch die Forstwirtschaft, schätzt der DWD.

Großer Moorbrand unter Kontrolle

Trotz des fehlenden Regen ist die Waldbrandgefahr in Niedersachsen unterdessen leicht zurückgegangen. Für Freitag gilt nur noch im äußersten Nordosten des Bundeslandes die höchste Stufe.

Die Lage rund um den Moorbrand in Goldenstedt bei Vechta entspannt sich dennoch weiter. „Die Glutnester sind deutlich zurückgegangen“, sagte Landkreissprecher Jochen Steinkamp am Donnerstag. Noch seien sieben bis zwölf Hektar betroffen. Am Abend sollte aber der Einsatz des Bundeswehr-Helikopters bei den Löscharbeiten beendet werden. Der Brand war am Ostermontag ausgebrochen. Ursache und Schadenshöhe sind noch unklar.

Von RND/dpa/frs

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