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Der Norden Tote Hündin in Stadthagen: Tierschützer setzen 1000 Euro Belohnung aus
Nachrichten Der Norden Tote Hündin in Stadthagen: Tierschützer setzen 1000 Euro Belohnung aus
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08:11 10.12.2019
Am Fundort war die Hündin in eine weiße Decke eingewickelt. Die Polizei fragt weiter: Wer kennt das Tier, das in Stadthagen tot aufgefunden wurde - beziehungsweise seinen Besitzer? Quelle: privat
Stadthagen

Noch immer ist unklar, ob die auf einem Feld bei Stadthagen (Kreis Schaumburg) gefundene tote Hündin für illegale Hundekämpfe eingesetzt wurde. Der Verdacht liegt nahe, denn das Tier wies etliche Bisswunden auf. Der Kopf war offenbar mit Blauspray eingesprüht worden, das bei Tieren zur Wundbehandlung eingesetzt wird.

Der Hund war weder gechippt noch tätowiert, wem er gehörte ist unklar. Deswegen hat nun der Tierschutzverein Rodenberg/Bad Nenndorf eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro ausgesetzt für Hinweise, die die Polizei zum Besitzer des Staffordshire Terriers führen.

„Solche Leute müssen gefasst werden“

In Expertenkreise ist man sich sicher, dass der Terrier Opfer eines Hundekampfes wurde. „Die Dunkelziffer dieser Kämpfe ist sehr hoch“, sagt Tierheimleiterin Jutta Schneider den „Schaumburger Nachrichten“. Aus diesem Grund hat ihr Verein auch die Belohnung ausgelobt. „Solche Leute müssen gefasst werden“, sagt die Tierschützerin. Denselben Verdacht hatten auch die Stadthäger Tierheimleiterin Kerstin Kassner sowie die Finderin der toten Hündin geäußert, die am vergangenen Freitag umgehend Anzeige erstattet hatte.

Die blaue Farbe an Kopf und Pfoten stammt von "Blauspray", das bei Haustieren zur Wundversorgung eingesetzt wird. Quelle: Thomas Rocho

Sie selber habe sich schon vor einer Weile in die Thematik eingelesen, so Schneider weiter. Zwar wolle sie dem Amtsveterinär nicht vorgreifen, aber es spreche vieles dafür, dass der Vierbeiner Opfer eines illegalen Hundekampfes wurde – unter anderem hat das Tier keinen Chip. Außerdem würde der Kadaver alte Narben aufweisen. Auch die Rasse spräche dafür. Denn der American Staffordshire Terrier sei eine spezielle Rasse, die für solche Kämpfe missbraucht wurde und noch wird, meint Schneider.

Obduktion soll Klarheit schaffen

Die Tierleiche soll noch in dieser Woche in der Tierärztlichen Hochschule Hannover obduziert werden, um Klarheit bei der Todesursache zu schaffen. Die Polizei ermittelt und hat inzwischen mehrere Hinweise erhalten. Eine konkrete Spur war bislang nicht dabei.

Von RND/SN/güm

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