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Der Norden Sturmtief Bennet macht Niedersachsen zu schaffen
Nachrichten Der Norden Sturmtief Bennet macht Niedersachsen zu schaffen
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18:22 04.03.2019
Tief "Bennet" zog am Montag über Niedersachsen hinweg und sorgte für stürmisches Wetter. Quelle: dpa
Hannover

Umgestürzte Bäume, aus der Spur geworfene Lastwagen und blockierte Bahnstrecken: Sturm Bennet hat im Norden am Montag für Verkehrsbehinderungen und Sachschäden gesorgt, einige Autofahrer wurden bei Unfällen verletzt. Am Flughafen Hannover setzten die Flugzeuge wegen des Windes in deutlicher Schieflage zur Landung an, die für die Piloten zu einer Herausforderung wurde. Für die Nordseeküste gab es eine Sturmflutwarnung. In der Nacht zum Dienstag wurde das Hochwasser in Emden, Bremen und Hamburg etwa 1,5 Meter höher als das mittlere Hochwasser erwartet.

Ein Flugzeug landet in deutlicher Schräglage bei starken Sturmböen auf dem Flughafen Hannover. Quelle: dpa

Umstürzende Bäume beschädigen Dächer und Autos

Alleine in Hannover gab es für die Feuerwehr 20 unwetterbedingte Einsätze, wobei es um umgewehte Bäume, abgebrochene Äste und lose Dachziegel ging. Im Stadtteil Linden stürzte ein 25 Meter hoher Baum auf einen Pkw und einen Lieferwagen, der dadurch schwer beschädigt wurde. Mit einem Kran wurde der Baum entfernt, verletzt wurde niemand. In Isernhagen stürzte ein ähnlich hoher Baum auf ein Hausdach, auch hier rückte die Feuerwehr mit einem Kranwagen an.

Lesen Sie auch: „Bennet“ sorgt für viele Feuerwehreinsätze in Hannover

Auf der Autobahn 392 in Braunschweig wurde ein Lastzug aus der Ukraine von heftigem Seitenwind erfasst und umgeworfen. Der Fahrer und die Beifahrerin kamen leicht verletzt ins Krankenhaus, der quer über allen Fahrspuren liegende Lkw blockierte vorübergehend den Verkehr. Auf der B71 bei Suhlendorf wurde ein Lkw-Gespann aus der Tschechischen Republik auf die Mittelleitplanke geweht. Der 32 Jahre alte Fahrer kam mit dem Schrecken davon.

Feuerwehrkräfte bergen einen Baum, der im Sturm auf zwei Fahrzeuge in Hannover gestürzt ist. Quelle: dpa

Einschränkungen im Bahnverkehr

Weil ein umgestürzter Baum die Bahnstrecke von Hannover nach Wolfsburg blockierte, musste der Regionalverkehr unterbrochen werden, während die ICE-Züge zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin über Braunschweig umgeleitet wurden. Dies führte zu Verspätungen von einer halben Stunde. Verzögerungen gab es auch auf der ICE-Linie von Stralsund über Hamburg und Hannover nach Karlsruhe sowie der IC-Verbindung von Norddeich über Hannover nach Dresden.

Info: Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn

Brockenbahn stellt Betrieb ein

Auch die Brockenbahn stellte wegen Orkanböen auf dem Gipfel des Harzes den Betrieb ein. Ob die Dampfloks am Dienstag wieder auf den Gipfel fahren könnten, war unklar. Auf dem 1141 Meter hohen Brocken wehten schon in der Nacht Orkanböen, wie ein Sprecher der Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes sagte. Am Montag wehte der Wind mit bis zu 140 Kilometern pro Stunde über den höchsten Berg des Mittelgebirges. Das seien keine ungewöhnlichen Geschwindigkeiten für den Brocken, so der DWD-Sprecher. Bei minus einem Grad Celsius fiel auch Schnee.

In Bremerhaven stürzte eine abgeknickte Pappel auf eine Laterne und dann auf ein Auto, wie die Polizei mitteilte. Fassadenteile und Dachziegel stürzten auf die Straße.

Von RND/lni

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