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Der Norden Sexueller Missbrauch: Staatsanwaltschaft klagt Stadthäger Lehrer an
Nachrichten Der Norden Sexueller Missbrauch: Staatsanwaltschaft klagt Stadthäger Lehrer an
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15:51 25.09.2019
Die Staatsanwaltschaft Bückeburg hat vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts Stadthagen Anklage gegen den Stadthäger Lehrer erhoben. Quelle: Symbolbild, Lennart Hecht
Stadthagen

Im Mai war der Lehrer, der bis dato an einer weiterführenden Schule in Stadthagen tätig war, verhaftet worden. Zuvor hatten US-Behörden die Ermittler auf die Spur des Mannes gebracht.

Jetzt wird gegen den Mann Anklage vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts Stadthagen erhoben. Die Anklage lautet auf: sexuellen Missbrauch von Kindern sowie sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen.

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Anhaltspunkte für weitere Taten haben die Ermittlungen nicht ergeben, heißt es in der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Bückeburg. Der Beschuldigte befindet sich nach wie vor in Untersuchungshaft. Der Richter hatte bei der Verhaftung am 28. Mai eine Wiederholungsgefahr bei dem Mann gesehen.
„Sollte das Gericht unserer Einschätzung folgen, wird es das Hauptverfahren eröffnet“, erklärt Staatsanwaltschaftssprecher Nils Holger Dreißig auf Anfrage dieser Zeitung. Dies werde dann in einem beschleunigten Verfahren geschehen, da die Untersuchungshaft maximal sechs Monate betragen darf.

Bei Verurteilung: So hoch würde die Freiheitsstrafe ausfallen

Im Fall einer Verurteilung ist laut Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von bis zu vier Jahren zu erwarten.

Außerdem soll der Lehrer kinderpornografisches Material besessen und verbreitet haben. In dieser Sache werden die Ermittlungen jedoch von der Staatsanwaltschaft Hannover geführt. Denn dort ist die Zentralstelle zur Bekämpfung gewaltdarstellender, pornografischer oder sonst jugendgefährdender Schriften angesiedelt.

Wie Kathrin Söfker, Erste Staatsanwältin, erklärt, sind die Ermittlungen dazu noch nicht abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft in Hannover spricht von Tausenden Dateien, um die es geht. Bei einer Hausdurchsuchung waren die Datenträger des mehrfachen Familienvaters sichergestellt worden. von Mira Colic & Lennart Hecht

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