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Der Norden Schranke zu spät unten – Mann wegen fahrlässiger Tötung verurteilt
Nachrichten Der Norden Schranke zu spät unten – Mann wegen fahrlässiger Tötung verurteilt
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12:18 23.05.2019
Die Halbschranke musste wegen Bauarbeiten per Hand betrieben werden. Der zuständige Bahnmitarbeiter hatte die Schranke zu spät geschlossen.
Die Halbschranke musste wegen Bauarbeiten per Hand betrieben werden. Der zuständige Bahnmitarbeiter hatte die Schranke zu spät geschlossen. Quelle: dpa
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Seesen

Nach einem tödlichen Unfall auf einem Bahnübergang im Kreis Goslar hat das Amtsgericht Seesen einen früheren Schrankenwärter wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Der 48-Jährige habe sechs Monate Freiheitsstrafe zur Bewährung erhalten, weil er die Schranke zu spät heruntergelassen habe, sagte eine Gerichtssprecherin. Das Gericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf eine Geldstrafe plädiert.

Schranke musste wegen Bauarbeiten per Hand betrieben werden

Auf einem beschrankten Bahnübergang der Strecke Einbeck - Bad Harzburg in der Nähe von Seesen war im Mai vergangenen Jahres ein 56 Jahre alter Motorradfahrer aus dem Landkreis Göttingen von einem Regionalzug erfasst und getötet worden. Wegen Bauarbeiten an der Strecke musste die Halbschranke zu der Zeit per Hand betätigt werden. Dies war die Aufgabe des 48-jährigen damaligen Mitarbeiters eines Dienstleistungsunternehmens der Deutschen Bahn AG. Das Urteil ist nach Angaben der Gerichtssprecherin noch nicht rechtskräftig.

Von RND/lni/güm