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Der Norden Hat Niedersachsen zu viele Brückentage?
Nachrichten Der Norden Hat Niedersachsen zu viele Brückentage?
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09:07 29.09.2019
Immer wieder Brückentag? Ein Lehrer aus Stadthagen ärgert sich darüber, dass der Freitag nach Feiertagen oft unterrichtsfrei ist. Er fordert stattdessen längere Winterferien. Quelle: Jens Kalaene/dpa
Hannover

Ist Donnerstag ein Feiertag, fällt am Freitag danach in Niedersachsen fast immer die Schule aus. Denn das ist sehr oft ein Brückentag: „Niedersachsen hat zu viele Brückentage“, findet Stefan Berger, Gymnasiallehrer aus Stadthagen. Viel besser als die einzelnen Brückentage wären fünf zusammenhängende Tage Ferien, zum Beispiel als Winterferien nach den Halbjahresferien, meint der Pädagoge und zweifache Vater.

7600 Unterschriften für Winterferien in Niedersachsen

Für seine Online-Petition mit der entsprechenden Forderung hat er innerhalb weniger Tage mehr als 5000 Unterschriften bekommen, nach sechs Wochen waren es sogar mehr als 7600. Immerhin gibt es in zwölf von 16 Bundesländern bereits Winterferien.

Mal Winterferien, mal längere Pfingstferien?

Bei der Anhörung seiner Petition im Petitionsausschuss des Landtages sagt Berger jetzt, dass es nicht unbedingt Winterferien sein müssten, möglich wären auch – je nach Lage der Osterferien – stattdessen auch fünf Tage Pfingstferien. Sollten die Osterferien spät liegen, also erst im April, wären Winterferien gut, sollten die Osterferien früh liegen, also schon im März, wären längere Pfingstferien empfehlenswert.

Für so ein flexibles Ferienmodell tritt auch der Schulleitungsverband ein. Andere Verbände wie der Philologenverband und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hatten 2015 bei einer Anhörung zur Festlegung der Schulferien argumentiert, dass fünf Tage Ferien keinen wirklichen Erholungswert hätten, sondern erst zweiwöchige Ferien. Zum Erholungswert von Brückentagen hatten sie nichts gesagt.

Brückentage zerreißen das zweite Halbjahr“

Für viele Familien seien durch Brückentage verlängerte Wochenenden vielleicht eine gute Gelegenheit für Kurzurlaube oder Verwandtenbesuche, sagt Berger in der Anhörung zur Online-Petition, pädagogisch sinnvoll seien sie nicht: „Das zweite Schulhalbjahr wird dadurch total zerrissen.“ Auch für Familien, die in der Landwirtschaft arbeiten, wären Winterferien die einzige Gelegenheit im Jahr, gemeinsam mit den Kindern Urlaub zu machen.

„Es gibt kein richtig oder falsch“

Ein Vertreter des Kultusministeriums erklärt im Ausschuss: „Brückentage oder Winterferien – ein richtig oder falsch gibt es nicht, das kann immer wieder neu entschieden werden.“ Entscheidend sei, wie sich die Bildungsverbände entschieden. Im Landeselternrat gibt es zum Thema Winterferien zurzeit keine einhellige Meinung. Wie der Petitionsausschuss beschließt, wird sich nicht vor November entscheiden.

Bis 2024 keine Winterferien geplant

Winterferien wird es in Niedersachsen bis 2024 ohnehin nicht geben, bis dahin ist die Lage der Schulferien nämlich festgeschrieben. Und der nächste Brückentag steht vor der Tür: nämlich der 4. Oktober. Weil am Donnerstag nächster Woche der 3. Oktober und damit Feiertag ist, starten die Herbstferien in diesem Jahr bereits am Freitag.

Der Freitag nach dem Reformationstag am 31. Oktober – wieder ein Donnerstag – ist übrigens Unterricht. Die Entscheidung, aus dem Reformationstag einen regulären dauerhaften Feiertag zu machen, sei zu kurzfristig gefallen, heißt es am Rande der Anhörung. Es habe aber schon zahlreiche Nachfragen von Eltern beim Land gegeben, ob der 1. November nicht doch ein Brückentag sei. Ist er nicht.

Von Saskia Döhner

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