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Der Norden Niedersachsen gibt mehr Geld für Sicherungsverwahrung aus
Nachrichten Der Norden Niedersachsen gibt mehr Geld für Sicherungsverwahrung aus
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16:29 17.09.2018
Luftbild der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rosdorf mit dem Neubau für Sicherungsverwahrte (Gebäudeteil vorn links). Quelle: Stefan Rampfel/dpa
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Rosdorf

Niedersachsen wendet immer mehr Mittel für die Verwahrung rückfallgefährdeter Straftäter auf. Die Personalkosten für die Sicherungsverwahrung sind zwischen 2014 und 2017 um knapp 20 Prozent auf mehr als zwei Millionen Euro gestiegen. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage von Grünen-Landtagsabgeordneten hervor. Die Zahl der Vollzeitstellen stieg danach im gleichen Zeitraum von 27 auf 36,5.

In Sicherungsverwahrung kommen Menschen, die nach schweren Verbrechen wie Mord oder Sexualdelikten langjährige Haftstrafen verbüßt haben. Weil sie als gemeingefährlich gelten, werden sie nicht in die Freiheit entlassen.

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52 Sicherheitsverwahrte in Niedersachsen

In dieser Woche sind zwölf weitere Vollzeitstellen hinzu gekommen. Denn zusätzlich zu der bisher zentralen Sicherungsverwahrung in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rosdorf bei Göttingen mit 45 Plätzen wurde am Montag eine zweite Einrichtung mit zehn Plätzen in der JVA Meppen eröffnet.

Grund für die Entwicklung ist nach Angaben des Justizministeriums die steigende Zahl der Sicherungsverwahrten. Sie hat sich von 39 im Jahr 2013 schrittweise auf mittlerweile 52 erhöht. Dies liege vor allem daran, dass es trotz aller Behandlungsversuche selten gelinge, die von den Verwahrten ausgehende Gefährlichkeit soweit zu senken, dass sie freigelassen werden können.

Von dpa/RND