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Der Norden Niedersachsen legt neue Zahlen vor: Wolfsterritorien haben sich vergrößert
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Niedersachsen: Mindestens 43 Wolfsterritorien

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13:58 06.12.2021
Ein Wolf steht in einem Gehege vom Wildpark Neuhaus im Solling.
Ein Wolf steht in einem Gehege vom Wildpark Neuhaus im Solling. Quelle: Swen Pförtner
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Hannover

Immer mehr Wölfe leben in Deutschland und in Niedersachsen in freier Wildbahn. Wie aus Angaben des Bundesamtes für Naturschutz und der Landesjägerschaft Niedersachsen hervorgeht, wurden zum Ende des vergangenen Monitoringjahres, also Ende April 2021, bundesweit mindestens 157 Wolfsrudel, 27 Wolfspaare Paare und 19 residente Einzelwölfe bestätigt. In Niedersachsen konnten mindestens 35 Rudel, fünf Paare, drei fest ansässige Einzelwölfe und damit insgesamt 43 Wolfsterritorien nachgewiesen werden.

Diskussion über Maßnahmen

Die Anzahl bestätigter Territorien stieg damit weiter an - deutschlandweit war es ein Zuwachs von 17,3 Prozent, in Niedersachsen von 19,4 Prozent gegenüber dem Monitoringjahr 2019/2020. Neben der Zahl der Wolfsterritorien konnte auch eine Mindestanzahl erwachsener Wölfe von 403 Tieren bundesweit ermittelt werden. In Niedersachsen wurden 273 Einzeltiere sicher nachgewiesen, dieser Mindestbestand beinhaltet 92 adulte und 154 junge Wölfe. Bei 27 Individuen sei eine genaue Zuordnung der Altersklasse nicht möglich gewesen, hieß es.

Der Vizepräsident des Niedersächsischen Landvolks, Jörn Ehlers, verwies am Montag darauf, dass sich die Zahl der Wolfsrudel im Bundesland innerhalb nur eines Jahres um 12 auf nunmehr 35 vergrößert habe. Der Verband tritt seit längerem für die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht, für „Wolfsfeie Zonen“ und eine „Obergrenze“ für wild lebende Wölfe ein.

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Weidetierhalter kündigten einen „europaweiten Aktionstag“ am dritten Adventssonntag (12. Dezember) gegen die Ausbreitung der Wölfe an. „Da die Probleme mit Wölfen nicht nur in Deutschland zugenommen haben, sind sie zu einer ernsten Bedrohung für den Fortbestand der artgerechten Weidetierhaltung in ganz Europa geworden“, sagte der Vorsitzende des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung, Wendelin Schmücker. Zäune, Hirten und Herdenschutzhunde seien weder bezahlbar noch eine wirkliche verhältnismäßige Alternative in der dichtbesiedelten Kulturlandschaft. „Es muss endlich gehandelt statt verwaltet werden“, erklärte Schmücker.

Von RND/dpa