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Der Norden Grüne fordern landesweites Schülerticket – für einen Euro pro Tag
Nachrichten Der Norden Grüne fordern landesweites Schülerticket – für einen Euro pro Tag
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16:34 22.01.2019
Unterwegs in allen Regionalbahnen und Bussen in Niedersachsen – nach dem Vorschlag der Grünen im Landtag soll so ein Schüler-Jahresticket 365 Euro kosten. Quelle: privat
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Hannover

Die Grünen im Landtag wollen junge Leute für den öffentlichen Nahverkehr begeistern und fordern ein günstiges Schülerticket für ganz Niedersachsen. Für 365 Euro jährlich sollen Schüler, Berufsschüler und Absolventen eines freiwilligen sozialen Jahres mit Bus und Bahn durchs Land fahren können. Die Jahreskarte soll nach Vorstellung der Grünen-Fraktion auch außerhalb der Schulzeit, an Wochenende und in den Ferien gelten. „Das Angebot verpflichtet niemanden - das Schülerticket kaufen diejenigen, die es haben möchten“, sagte der Grünen-Verkehrsexperte Detlev Schulz-Hendel.

Gute Erfahrungen im Nachbarland Hessen

Ziel sei es, den Anteil der Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs zu erhöhen. Anspruch auf das Ticket hätten nach Berechnungen der Grünen in Niedersachsen 1,1 Millionen junge Leute. Würden alle ein subventioniertes Ticket kaufen, kämen zusätzliche Kosten von 20 Millionen Euro pro Jahr auf das Land zu. Die Grünen verweisen auf das Nachbarland Hessen, wo es das Schülerticket bereits gibt. Dort haben von 840.000 Anspruchsberechtigten bereits 400.000 das Ticket erworben.

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Auch Fahrtkostenwegfall für Oberstufen- und Berufsschüler gefordert

Außerdem machen sich die Grünen für eine kostenlose Schülerbeförderung für Oberstufen- und Berufschüler stark. Diese müssen in den meisten Gemeinden noch für ihren Schulbus zahlen. Einige Kommunen wie etwa Helmstedt und Gifhorn befördern zwar Oberstufen- und Berufsschüler kostenlos. „Aber das ist ein Flickenteppich, und der Schulbesuch darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen“, sagte Schulz-Hendel. Eine kostenlose Beförderung der älteren Schüler würde für das Land den Angaben der Grünen nach mit 75 Millionen Euro jährlich zu Buche schlagen.

Von RND/güm/dpa

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