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Der Norden Nachbar erdrosselt, zerstückelt und vergraben
Nachrichten Der Norden Nachbar erdrosselt, zerstückelt und vergraben
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17:08 13.11.2018
Auf einer Brachfläche bargen Polizeibeamte im August den Leichnam des 37-Jährigen. Quelle: Heidi Niemann
Katlenburg-Lindau

Vier Monate nach dem Fund einer Leiche bei Katlenburg-Lindau im Kreis Northeim hat die Staatsanwaltschaft Göttingen einen Monteur aus Bayern wegen Mordes angeklagt. Der 28-Jährige war im August nach einem Suizidversuch in Landsberg am Lech in eine Psychiatrie eingewiesen worden. Dort hatte er dann gebeichtet, im Dezember 2017 einen 37-jährigen Nachbarn in Lindau in Südniedersachsen getötet und anschließend vergraben zu haben. Die Polizei hatte daraufhin die Fläche mit einem Leichenspürhund abgesucht und die verscharrte Leiche entdeckt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 28-Jährigen neben Mord auch Körperverletzung und Störung der Totenruhe vor.

Es war Alkohol im Spiel

Der Anklage zufolge soll der 28-Jährige im vergangenen Dezember in seiner Wohnung gemeinsam mit seinem Nachbarn Alkohol getrunken haben. Beide seien dann in Streit geraten. Der Angeklagte habe dem 37-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen, worauf dieser vor Schmerzen geschrien habe. Danach habe der 28-Jährige eine Schnur um den Hals seines Nachbarn gewickelt und diese zugezogen, bis der 37-Jährige tot war.

Danach habe er die Leiche mit einem Küchen- oder Fleischermesser zerlegt, die einzelnen Körperteile in Tüten gefüllt und zu einem abgelegenen Feld geschleppt. Dort habe er ein Loch ausgehoben und die Leichenteile vergraben.

Der Angeklagte soll sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft vor der Tat mit Okkultismus und der „fachgerechten Zerlegung von Körpern“ beschäftigt haben. Ihm sei es darauf angekommen, einen Menschen sterben zu sehen und diesen zu „schlachten“. Der 28-Jährige habe aus Mordlust getötet, außerdem habe er damit eine andere Straftat – in diesem Fall die Störung der Totenruhe durch das Zerlegen der Leiche – ermöglichen wollen.

Das Gewaltverbrechen war monatelang unentdeckt geblieben. Der 37-Jährige galt erst seit Mitte März als vermisst, nachdem sich Verwandte bei der Polizei gemeldet hatten. Die Beamten öffneten daraufhin die Wohnung des 37-Jährigen, fanden aber keine Anhaltspunkte für eine Straftat. Der 37-Jährige sei dann in den polizeilichen Auskunftssystemen zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben worden.

Bayern melden sich

Aufgrund dieser Ausschreibung meldete sich im August die bayerische Polizei nach dem Mordgeständnis des 28-Jährigen bei den Kollegen in Northeim. Der 28-Jährige führte kurz darauf die Ermittler zu der Stelle, wo er seinen getöteten Wohnungsnachbarn vergraben hatte. Er sitzt seitdem in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf (Kreis Göttingen) in Untersuchungshaft.

Von Heidi Niemann

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