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Der Norden Fahndung nach Frank N.: Polizeieinsatz auch in Hannover
Nachrichten Der Norden Fahndung nach Frank N.: Polizeieinsatz auch in Hannover
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00:46 28.09.2019
Der jetzt Festgenommene soll in Grone eine Frau getötet und eine weitere verletzt haben.  Quelle: Niklas Richter

Update: Der Tatverdächtige wurde am Freitagabend festgenommen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt am Donnerstagmittag im Göttinger Stadtteil Grone fahndete die Polizei nach dem mutmaßlichen Täter Frank N. Auch in Hannover gab es einen Polizeieinsatz im Rahmen der Fahndung geben – das bestätigte die Göttinger Polizei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Die Spuren erwiesen allerdings als kalt.

Flüchtiger fragt Passanten nach Handys

Nach Angaben der Polizei Göttingen hatte der flüchtige Frank N. mehrmals Passanten angesprochen und um ein Handy gebeten. Details nannte die Polizei nicht. Schon am Donnerstag habe N. mehrmals die Beamten angerufen, um sich nach dem Zustand des zweiten Opfers zu erkundigen, teilte der Göttinger Kripo-Chef Thomas Breyer mit.

Polizisten fahndeten am Freitagnachmittag auch in der Innenstadt von Sarstedt nach dem Verdächtigen. Zuvor konzentrierte sich die Suche auf die Dörfer Rössing und Barnten im Kreis Hildesheim.

Tatverdächtiger aus Zug geflohen

Seit dem frühen Freitagmorgen wurde auch im Raum Elze nach dem 52-Jährigen gesucht. Dort sei „ein Verdächtiger“ gesehen worden, bestätigte ein Sprecher der Polizei Hildesheim. Nach Informationen der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung hatte das Personal eines Zuges den Gesuchten erkannt und ihn in einem Waggon eingeschlossen.

Diese Scheibe schlug der Flüchtige ein und entkam so aus dem verriegelten Abteil. Quelle: Johannes Krupp

Eine 32-Jährige erkannte den Mann demnach gegen 4.45 Uhr, als sie seine Fahrkarte an der Haltestelle Salzderhelden kontrollierte, sagte sie der Hildesheimer Allgemeinen. Er habe sein Fahrrad dabei gehabt und hätte „tiefenentspannt gewirkt“. Mit einem Kollegen hätten sie leise die anderen Fahrgäste aufgefordert, in ein anderes Abteil zu gehen. Dann sperrten sie den Waggon ab und alarmierten die Polizei.

Doch N. habe die Scheiben des Waggons mit einem Nothammer eingeschlagen und sei im Bahnhof Elze aus dem Fenster gesprungen und geflüchtet. Die Polizei suchte daraufhin mit Hubschrauber, Drohnen und Spürhunden im Bereich Elze nach ihm.

Dicke Polizeiakte: Das ist der Verdächtige der Bluttat von Göttingen

Jugendstrafen wegen Vergewaltigung, sechs Jahre Gefängnis wegen Vergewaltigung: Frank N., der in Göttingen eine Bekannte auf offener Straße getötet haben soll, ist bei der Polizei kein Unbekannter. Lesen Sie hier mehr über den Gesuchten.

Mit einem Großaufgebot sucht die Polizei seit den frühen Morgenstunden in Elze im Kreis Hildesheim nach Naaß. Quelle: Renate Klink

Die Bahnstrecke zwischen Hannover und Göttingen war wegen der Suche bis 12 Uhr gesperrt – weil auf der regulären ICE-Trasse gebaut wird, gab es nur eine Umleitungsstrecke für die Bahn, die vollends überlastet ist, viel Züge fielen am Morgen deshalb aus. Auch im weiteren Verlauf des Tages war mit großen Verspätungen auf der Strecke zu rechnen. Die Polizei warnte zudem davor, in dem Bereich Anhalter mit dem Auto mitzunehmen.

Der 52 Jahre alte Frank N. aus Göttingen ist nach derzeitigem Stand der Ermittlungen dringend tatverdächtig, am Donnerstagmittag gegen 13.05 Uhr in der Straße Zollstock eine 44-jährige Frau angegriffen und tödlich verletzt zu haben. Opfer und Täter waren miteinander bekannt. Außerdem wurde eine 57-Jährige mit Messerstichen in den Unterleib lebensgefährlich verletzt, ein weiterer Mann erlitt Schnittwunden an Händen und Armen.

Während der Großfahndung am Donnerstag sperrte die Deutsche Bahn vorsorglich den Göttinger Bahnhof und die Strecke zwischen Hannover beziehungsweise Hildesheim und Kassel. Mehrere Züge im Fernverkehr wurden umgeleitet. Die Sperrung wurde am Nachmittag nach rund zwei Stunden aufgehoben.

Von RND/Lea Lang/us/sbü/güm/ms

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