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Der Norden Museumsschiff „Seute Deern“ wird abgewrackt
Nachrichten Der Norden Museumsschiff „Seute Deern“ wird abgewrackt
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16:57 23.10.2019
Das historische Segelschiff "Seute Deern" liegt nach einem Wassereinbruch auf dem Grund des Hafenbeckens. Quelle: Carmen Jaspersen/dpa
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Bremerhaven

Das marode Bremerhavener Museumsschiff „Seute Deern“ ist nicht mehr zu retten: Nach dem Willen des Stiftungsrats des Deutschen Schifffahrtsmuseums soll es abgewrackt werden.

Die Hafengesellschaft bremenports werde beauftragt, ein Konzept für den Rückbau zu erstellen, sagte ein Museumssprecher am Mittwoch. Ein Gutachten hatte dem Schiff zuletzt einen „konstruktiven Totalschaden“ bescheinigt, nachdem es Ende August auf den Grund des Museumshafens gesunken war. Eine Sanierung wäre einem Neubau gleichgekommen.

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Das als Bremerhavener Wahrzeichen geltende Schiff wurde zwar gehoben. Der unter Denkmalschutz stehende Segler schwimmt aber nur mit Hilfe leistungsstarker Pumpen, jeden Tag werden 4800 Kubikmeter aus dem Schiff geholt.

Wichtige Objekte sollen erhalten bleiben

Museumsdirektorin Sunhild Kleingärtner kündigte an, vor dem Abwracken wichtige Objekte wie die Galionsfigur oder das Steuerrad von Bord zu sichern. „So bleibt wenigstens ein Teil der Bark erhalten“, betonte sie. Die große Anteilnahme am Schicksal des Schiffes zeige, dass die „Seute Deern“ einen besonderen Platz in den Herzen vieler Bremerhavener behalten werde.

Bildergalerie: „Seute Deern“ sinkt auf Hafengrund ab

Ungewöhnlicher Anblick im Hafen von Bremerhaven.

Ein Schiff mit langer Geschichte

Die „Seute Deern“ ist eine bekannte maritime Attraktion in Bremerhaven, die auch als Restaurant genutzt wird. Das Traditionsschiff lief 1919 als Elisabeth Bandi in in den USA vom Stapel. 1938 wurde sie nach Deutschland verkauft und umbenannt. Seitdem wechselte sie häufig den Liegeplatz, war mehrere Jahre in den Niederlanden als Jugendherberge im Einsatz – und liegt seit 1966 im Alten Hafen von Bremerhaven.

Das Schiff war auch schon vor der Havarie ein Sorgenkind: Der Bund, das Bundesland Bremen und die Stadt Bremerhaven hatten für eine Sanierung mehr als 30 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Der Holzrumpf war von Anbeginn anfällig für Fäulnis, Wurmfraß und Muschelbefall, durch Spalten drang ständig Wasser ein. Im Februar hatte auch noch ein Feuer den Holzsegler schwer beschädigt.

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Von RND/dpa