Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Der Norden Bluttat in Göttingen: Polizei nimmt Verdächtigen vor Schnellrestaurant fest
Nachrichten Der Norden Bluttat in Göttingen: Polizei nimmt Verdächtigen vor Schnellrestaurant fest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:38 28.09.2019
Festnahme in Göttingen: Der Zugriff erfolgte vor einem Schnellrestaurant. Quelle: Swen Pförtner/dpa
Göttingen

Nach der Festnahme des mutmaßlichen Frauenmörders Frank N. in Göttingen sind die genauen Hintergründe der Tat noch unklar. Der 52 Jahre alte Mann war am Freitagabend vor einem McDonald’s-Restaurant in der Innenstadt gefasst worden, wie die Polizei mitteilte. Ein Zeuge hatte den Tatverdächtigen gegen 22.50 Uhr erkannt und die Beamten alarmiert. Polizisten überwältigten den 52-Jährigen und nahmen ihn fest. Für Samstagnachmittag kündigten die Ermittler eine Pressekonferenz an.

Fahndung hält Niedersachsen in Atem

Mit der Festnahme des 52-jährigen Verdächtigen endet eine rund eineinhalbtägige fieberhafte Fahndungsaktion der Polizei. Die Suche nach Frank N. hatte weite Teile Niedersachsens in Atem gehalten.

Der Tatverdächtige soll am Donnerstag bei einem Streit auf offener Straße in Göttingen eine Bekannte umgebracht und eine weitere Frau lebensgefährlich verletzt haben. Die Fahndung nach ihm hielt die Gegend zwischen Göttingen und Hannover in Atem. Die Polizei war an mehreren Orten im Einsatz. Sie suchte öffentlich mit zwei Fotos nach dem mutmaßlichen Täter, der in der Vergangenheit wegen mehrerer Gewaltdelikte verurteilt worden war. Die Bevölkerung wurde vor dem Gesuchten gewarnt, der mutmaßlich immer noch bewaffnet sei.

Lesen Sie auch: Was bisher geschah: Die Jagd auf Frank N.

Frühmorgens wollten ihn Zeugen in einem Nahverkehrszug Richtung Hannover erkannt haben, der deshalb in Elze bei Hildesheim gestoppt wurde. „Es gab einen Hinweis vom Personal des Zuges auf den Gesuchten“, sagte eine Sprecherin der zuständigen Polizeiinspektion Göttingen. „Als die Beamten eintrafen, flüchtete die Person aus dem Zug.“ Dabei soll der eingeschlossene Mann mit einem Notfallhammer die Scheibe eingeschlagen haben und zu Fuß entkommen sein.

Diese Scheibe schlug der Flüchtige ein und entkam so aus dem verriegelten Abteil. Quelle: Johannes Krupp

Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung hatte der Mann das Opfer am Donnerstagmittag in Göttingen nach einem Streit auf der Straße zunächst niedergestochen. Danach soll er mit einem Feuerlöscher auf die Frau eingeschlagen, sie mit Benzin übergossen und angezündet haben. Die Polizei wollte zu diesen Details aus ermittlungstaktischen Gründen nichts sagen. Eine zweite Frau wurde verletzt, als sie helfen wollte.

Vom Tatort war der 52-Jährige zunächst auf einem Fahrrad mit Packtaschen geflohen. Schon am Donnerstagabend hatte die Polizei den Göttinger Bahnhof sperren lassen. Mehrere Fernzüge wurden umgeleitet.

Lesen Sie auch: Dicke Polizeiakte: Das ist der Verdächtige der Bluttat von Göttingen

Von RND/dpa/frs/afu

Gewaltverbrechen in Göttingen - Chronologie: So verlief die Jagd auf Frank N.

Der Tatverdächtige, der in Göttingen eine Frau getötet haben soll, ist gefasst. Die Polizei nahm ihn am späten Freitagabend in Göttingen fest. Eine Chronologie der Ereignisse.

28.09.2019

Urteil gegen ein Mitglied einer Betrügerbande: Das Landgericht in Osnabrück schickt einen 32-Jährigen für sechs Jahre ins Gefängnis. Die Betrüger gaben sich als falsche Polizisten aus, um ihre Opfer um ihr Erspartes zu bringen.

27.09.2019

Jugendstrafen wegen Vergewaltigung, sechs Jahre Gefängnis wegen Vergewaltigung: Frank N., der in Göttingen eine Bekannte auf offener Straße getötet haben soll, ist bei der Polizei kein Unbekannter.

28.09.2019