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Der Norden Kran streift Bahnoberleitung – Arbeiter verletzt
Nachrichten Der Norden Kran streift Bahnoberleitung – Arbeiter verletzt
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12:44 23.04.2017
Die Lastkette des Krans hängt in der Oberleitung der Bahnstrecke. Quelle: Bundespolizei
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Lüneburg

Nach Ermittlungen der Polizei wurde der 40 Meter lange Ausleger des 30 Meter hohen Turmdrehkrans mit einer Fernbedienung auf einer Baustelle zwischen einem Hotel und der Bahnstrecke gesteuert. Anscheinend wurde der Ausleger zu weit gedreht, sodass sich die Lastkette des Krans an einem stromführenden Halteseil verfing. Dadurch stand der ganze Kran unter Strom.

Der 23-jährige Bauarbeiter soll sich etwa vier Meter neben dem Kran in einer Baugrube aufgehalten haben. Er erhielt zwei Stromschläge - entweder durch überspringende Lichtbögen des Krans oder über Moniereisen am Boden.

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Arbeiter eilten zur Hilfe und reichten dem 23-Jährigen eine Holzlatte, um ihn aus dem Gefahrenbereich zu ziehen. Dabei hatten die Männer Glück, weil bei der Erdung von 15.000 Volt über den Boden im Umkreis von 20 Metern akute Lebensgefahr besteht. Der Verletzte wurde mit schweren Verbrennungen am Bein in eine Hamburger Spezialklinik gebracht.

Die Bundespolizei sperrte den Gefahrenbereich um den Kran, die Bahnoberleitung wurde abgeschaltet und geerdet. Erst dann konnten sich Experten dem Kran nähern. Dieser ließ sich nicht mehr bewegen, weil die Steuerung nach dem Stromschlag ausgefallen war.

Wegen der Windböen löste sich dann die Kette aus der Oberleitung, der Ausleger schwenkte unkontrolliert zum nahen Hotel. Weil die Kette Scheiben des Hotels zu zerschlagen drohte, wurden Zimmer auf drei Etagen geräumt.

Erst gegen 18.30 Uhr konnten Techniker den Kran sichern. Die Bahnstrecke von Lüneburg nach Dannenberg wurde bis 21.53 Uhr gesperrt.

sbü/r

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