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Kampfmittelsprengung auf Bundeswehrgelände im Emsland: Sieben Personen verletzt

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20:16 22.09.2021
Bei Arbeiten zur Kampfmittelbeseitigung auf der Wehrtechnischen Dienststelle 91 bei Meppen im Emsland sind am Mittwoch sieben Menschen verletzt worden.
Bei Arbeiten zur Kampfmittelbeseitigung auf der Wehrtechnischen Dienststelle 91 bei Meppen im Emsland sind am Mittwoch sieben Menschen verletzt worden. Quelle: NMW-TV/dpa
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Meppen

Bei Arbeiten zur Kampfmittelbeseitigung der Bundeswehr sind bei Meppen im Emsland am Mittwoch sieben Menschen verletzt worden. Fünf Bundeswehrangehörige und zwei externe Sprengstoffexperten mussten am Abend in ein Meppener Krankenhaus zur Beobachtung gebracht werden. Niemand sei schwer verletzt worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr in Niedersachsen. Vermutlich atmeten die Munitionsexperten Reizgase ein.

Dem Feuerwehrsprecher zufolge waren auf dem Bundeswehrgelände routinemäßig nicht mehr transportfähige Kampfmittel gesprengt worden. Danach sollte kontrolliert werden, ob alle Kampfmittel beseitigt wurden. Dabei habe ein erster Mitarbeiter über Atemwegsprobleme geklagt, danach hätten sich weitere mit Beschwerden gemeldet.

Daraufhin seien der Rettungsdienst der Bundeswehr und die örtliche Feuerwehr verständigt worden. Das Krankenhaus habe dann die Kreisfeuerwehr verständigt, weil die sieben Patienten zunächst gereinigt werden mussten, bevor sie in die Klinik gebracht werden konnten. Es sei eine Dekontaminierungsstrecke aufgebaut worden.

Atemwegsreizungen: War es Tränengas?

„Wir gehen davon aus, dass es sich um Tränengas gehandelt hat“, sagte ein Sprecher der Wehrtechnischen Dienststelle 91. Die Betroffenen hätten nur leichte Atemwegsreizungen davongetragen. Weil man kein Risiko eingehen wollte, seien sie vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht worden.

Die Wehrtechnische Dienststelle 91 im Emsland dient zur Waffen- und Munitionserprobung. Vor drei Jahren gab es auf dem Gelände einen wochenlangen Moorbrand, der bei einem Waffentest ausgebrochen war.

Von RND/dpa