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Der Norden In Hildesheim häufen sich die Masern
Nachrichten Der Norden In Hildesheim häufen sich die Masern
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18:46 06.03.2019
Das Gesundheitsamt will Impfpässe von Schülern, Lehrern und Mitarbeitern einer Schule kontrollieren.  
Hildesheim

Wegen einer steigenden Zahl von Masernfällen in Hildesheim will das Gesundheitsamt des Landkreises den Impfstatus aller Schüler und Lehrer einer Gesamtschule in der Stadt überprüfen. Wer am Freitag keinen Impfschutz vorweisen kann, müsse mit einem Schulbetretungsverbot rechnen, teilte der Landkreis am Mittwoch mit. Zuvor hatte der Kreis sechs neue Masernfälle bestätigt.

2018 nur ein Fall, 2017 keiner

Damit stieg seit Jahresbeginn die Zahl bestätigter Erkrankungen in Hildesheim auf 17. Die Häufung ist ungewöhnlich. 2017 wurde dem Gesundheitsamt kein, 2018 ein Fall von Masern gemeldet.

Vier der nun betroffenen Personen hatten engen Kontakt zu bereits Erkrankten. Hinzu kommen zwei Kinder, die zur Oskar-Schindler-Gesamtschule (OSG) gehen. Die Eltern der betroffenen Kinder sind nach Angaben des Landkreises bereits am Dienstagabend informiert worden. Eltern aller Schüler der Oskar-Schindler-Gesamtschule sollen schriftliche Informationen zum weiteren Vorgehen erhalten.

Vor einigen Wochen war bereits am Gymnasium Andreanum in Hildesheim der Impfstatus von Schülern und Lehrern überprüft worden. Nach der Infektion einer Schülerin der fünften Klasse rückten im Februar gleich acht Mitarbeiter des Gesundheitsamts auf dem Schulgelände an. Auch Mitarbeiter der Verwaltung oder des Reinigungsdienstes wurden kontrolliert. Insgesamt nahm das Amt über Stunden mehr als 830 Menschen in Augenschein.

Eindringlich warnt das Gesundheitsamt vor den Gefahren durch die Krankheit, insbesondere für Ungeborene, Säuglinge und Kleinkinder. Auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind besonders gefährdet. Die Erreger werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, zum Beispiel beim Husten, Niesen oder Sprechen. Schon kurze Kontakte mit Erkrankten während der Infektionsphase können zu einer Ansteckung führen. Es reicht schon aus, wenn sich ein Masernpatient zwei Stunden zuvor im gleichen Raum aufgehalten hat oder etwa im selben Bus gefahren ist.

Zwei Impfungen nötig

Personen, die zweimal gegen Masern geimpft sind oder die Krankheit früher durchgemacht haben, sind dagegen weitgehend geschützt. Die Unterbrechung von Infektionsketten gelingt, wenn die Bevölkerung zu mindestens 95 Prozent immun ist. Wer bisher nur einmal gegen Masern geimpft wurde, sollte die fehlende Impfung unverzüglich nachholen, rät das Gesundheitsamt.

Auch in anderen Regionen Niedersachsens seien einzelne Maserninfektionen gemeldet worden, teilte das Amt am Mittwoch mit.

Von Jan Fuhrhop

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