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Der Norden Niedersachsen erhält am 26. Dezember den Impfstoff – aber deutlich weniger als gedacht
Nachrichten Der Norden

Impfung gegen Corona in Niedersachsen: Am 26. Dezember kommt der Impfstoff

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15:57 22.12.2020
Heiger Scholz (SPD), Leiter des Krisenstabes zur Corona-Pandemie des Landes Niedersachsen, sitzt in der Landespressekonferenz im Landtag Niedersachsen und informiert über die aktuelle Corona-Lage im Bundesland. Quelle: dpa
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Hannover

Der erste Impfstoff gegen das Coronavirus kann in Deutschland voraussichtlich gleich nach Weihnachten verabreicht werden – auch in Niedersachsen soll es losgehen. Allerdings wird es in diesem Jahr zunächst noch weniger Impfstoffe für das Land geben als bisher gedacht. Wie der Leiter des Corona-Krisenstabs, Heiger Scholz, am Dienstag sagte, würden allen Bundesländern am 26. Dezember jeweils knapp 10.000 Dosen zur Verfügung gestellt. Für Niedersachsen sollen es genau 9750 Dosen sein. Damit können knapp 5000 Menschen gegen Corona geimpft werden.

Zuletzt war die Rede davon, dass es zum Impfstart 40.000 Dosen in Niedersachsen geben soll – jetzt sind es deutlich weniger. „Ich denke, das hat im Kern mit Produktionsschwierigkeiten zu tun“, sagte Scholz. Zu Beginn des neuen Jahres soll Niedersachsen dann weitere 53.000 Dosen erhalten. „Danach gibt es dann 63.000 Dosen jede Woche“, sagte Scholz.

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Stark belastete Gebiete zuerst an der Reihe

Die ersten Schutzimpfungen sollen in den besonders betroffenen Gebieten im Westen des Landes stattfinden. „Wir beginnen mit den Impfungen in den Landkreisen Cloppenburg und Osnabrück“, sagte Scholz. Dort habe es über lange Zeit hohe Infektionswerte gegeben. „Wir haben da eine besondere Betroffenheit.“ Vor allem in Osnabrück seien sehr viele Altenheime betroffen. Die ersten Impfungen in den beiden Kreisen soll es am 27. Dezember in Altenheimen geben. „Dort ist die Gefahr, sich anzustecken, besonders hoch.“ Einen Tag später soll es dann auch Impfungen in der Grafschaft Bentheim geben. Bei der weiteren Reihenfolge der Impfungen spiele auch der Inzidenzwert eine Rolle.

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Für jede Impfung müsse eine Einwilligung vorliegen: Menschen in Alten- und Pflegheimen seien ja manchmal selbst nicht mehr in der Lage, dies zu tun, sagte Scholz. Die Angehörigen müssten sich deshalb rechtzeitig darum kümmern.

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Erneut hohe Infektionszahlen in Niedersachsen

Die Neuansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen bleiben auf hohem Niveau. Das Landesgesundheitsamt meldete am Dienstag 1185 bestätigte Fälle binnen 24 Stunden. Vor einer Woche lag der Anstieg bei 851 Fällen. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle mit Corona-Zusammenhang stieg um 36 auf 1693, die Gesamtzahl der festgestellten Infektionen seit Ausbruch der Pandemie betrug 96.565. Der landesweite Sieben-Tage-Wert klettert ebenfalls weiter – auf 118,0 Infektionen pro 100.000 Einwohner.

Diese sogenannten Inzidenzwerte steigen auch auf Kreisebene weiter: Die höchsten Werte wies das Land für Oldenburg (236,1), Grafschaft Bentheim (210,7), Vechta (191,2) und Gifhorn (190,9) aus. Weiterhin lagen nur vier der 45 Landkreise und kreisfreien Städte Niedersachsens unter dem als kritisch erachteten Sieben-Tage-Wert von 50.

Von rah