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Der Norden Bundeswehrhubschrauber stürzt ab – 25-jährige Pilotin stirbt
Nachrichten Der Norden Bundeswehrhubschrauber stürzt ab – 25-jährige Pilotin stirbt
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12:52 12.07.2019
Ein Hubschrauber vom Typ EC 135. Quelle: dpa
Aerzen

Der Hubschrauber der Bundeswehr stürzte am Montag in Dehmke, einem Ortsteil von Aerzen, im Landkreis Hameln-Pyrmont ab.

Dehmke ist ein Ortsteil des Fleckens Aerzen und liegt etwa 30 Kilometer westlich von Hameln. Die Absturzstelle befinde sich in der Nähe eines Waldgebiets, sagte ein Sprecher der Gemeinde Aerzen. Dort seien Brände ausgebrochen. Die Feuerwehr sei im Einsatz.

Die Feuerwehr ist im Einsatz. Quelle: Deister- und Weserzeitung, Hameln

Hubschrauber kam aus Bückeburg

Nach Angaben der Feuerwehr in Aerzen handelt es sich um einen Hubschrauber des internationalen Hubschrauberausbildungszentrums in Bückeburg im Kreis Schaumburg. Es ist etwa 30 Kilometer von der Absturzstelle entfernt. Die Bundeswehr bestätigte am Nachmittag, dass es sich bei der Unglücksmaschine um einen Hubschrauber des Typs Eurocopter 135 handelt.

Ein solcher Schulungshubschrauber vom Typ "EC 135" ist im Kreis Hameln-Pyrmont abgestürzt. Die beim Heer ausschließlich zu Schulungszwecken genutzte Maschine wird in Deutschland auch als Rettungshubschrauber eingesetzt. Quelle: dpa

Der Hubschrauber sei während eines Übungsfluges gegen 13 Uhr über einem Weizenfeld abgestürzt, sagte der Aerzener Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke. Insgesamt seien drei Hubschrauber in der Luft gewesen, als es zu dem Absturz kam. Die Ursache war am Montagnachmittag noch unklar. Die Bundeswehr war mit Löschfahrzeugen und Rettungskräften vor Ort.

Ursache noch unklar

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen und der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Jörg Vollmer, zeigten sich am Unglücksort zutiefst betroffen. Wie das Heer mitteilte, drückten sie den Angehörigen der verunglückten Soldaten ihre Anteilnahme und ihr Mitgefühl aus. Ihr Dank gelte den Hilfs- und Rettungskräften. Auch die Kameradinnen und Kameraden des Heeres trauerten mit den Familienangehörigen des Todesopfers und wünschen dem Verletzten eine schnelle sowie vollständige Genesung, hieß es in einer Mitteilung.

Laut Bundeswehr liegen derzeit noch keine Erkenntnisse über die Absturzursache vor. Eine Expertengruppe unter der Leitung des für Flugsicherheit zuständigen Generals werde den Unfallhergang ermitteln. Der Helikopter vom Typ EC 135 sei ein bei den Heeresfliegern bewährtes Modell mit über 100.000 Flugstunden.

Absturzstelle ist abgesperrt

Laut Senke ist der Hubschrauber ausgebrannt. „Es ist nur noch ein Haufen Blech von den Triebwerken übrig.“ Die Absturzstelle sei weiträumig abgesperrt worden, das Gelände kontaminiert. Die Rotoren seien aus Glasfaser gefertigt, sagte Senke. „Bei Verbrennung entstehen kleinste Partikel, die Krebs erregen können.“

Die Bundeswehr ist mit Löschfahrzeugen vor Ort. Quelle: Polizei Hameln/Twitter

Zweiter Übungsunfall in kurzer Zeit

Erst in der vergangenen Woche waren zwei Eurofighter der Bundeswehr bei Luftkampfübungen zusammengestoßen und nahe der Ortschaft Nossentiner Hütte in Mecklenburg-Vorpommern abgestürzt. Ein Ausbilder hatte sich mit dem Schleudersitz gerettet und den Unfall verletzt überlebt. Der Pilot der zweiten Unglücksmaschine starb.

Die dritte Maschine blieb unversehrt und kehrte nach Laage zurück. Am Boden wurde durch die abstürzenden Maschinen niemand verletzt, allerdings wurden Wrackteile auf einem Sportplatz, einem Feld und nahe einem Kindergarten in Nossentiner Hütte gefunden. Die Bergung der Flugzeugwracks und die Suche nach der Ursache dauern an.

Von Karl Doeleke

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