Herbstferien in Niedersachsen: Ministerin Reimann rät, zu Hause zu bleiben
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Der Norden Ministerin Reimann: Herbstferien möglichst zu Hause verbringen
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Herbstferien in Niedersachsen: Ministerin Reimann rät, zu Hause zu bleiben

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07:06 06.10.2020
Carola Reimann (SPD), Sozialministerin Niedersachsen, kommt mit Mund-Nase-Schutz in der Landespressekonferenz im Landtag Niedersachsen. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hannover

Wegen der steigenden Zahl von Corona-Infektionen hat Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann davon abgeraten, in den Herbstferien zu verreisen.

„Ich empfehle allen Bürgerinnen und Bürgern, die Herbstferien möglichst zu Hause zu verbringen“, sagte die SPD-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Dabei sei es unerheblich, ob es sich um einen Urlaub innerhalb Deutschlands oder um eine Flugreise ins Ausland handele.

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Quarantäne wie in Schleswig-Holstein nicht „kontrollierbar“

Quarantäne-Regelungen wie in Schleswig-Holstein erteilte Reimann aber eine klare Absage. Die Ministerin bezeichnete das Vorgehen des Nachbarbundeslandes als „überzogen“. In ihrem Land werde derzeit nicht an ein Übernachtungsverbot für Menschen aus innerdeutschen Risikogebieten gedacht, sagte die Politikerin ebenfalls der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Entsprechende Regelungen innerhalb des Bundesgebietes seien aus Sicht der niedersächsischen Landesregierung auch „praktisch nicht umsetz- oder gar kontrollierbar“.

Wegen zu hoher Corona-Infektionszahlen hat Schleswig-Holstein die Berliner Bezirke Mitte, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg als Risikogebiete im Inland ausgewiesen. Wer aus diesen Berliner Bezirken nach Schleswig-Holstein einreist, muss sich sofort 14 Tage in Quarantäne begeben oder zwei negative Corona-Tests innerhalb von fünf Tagen vorweisen.

Berline Bezirke: Innerdeutsche Risikogebiete

Auch Rheinland-Pfalz betrachtet Berliner Bezirke als Risikogebiet. Dort müssen Reisende aus diesen Bezirken in der Regel ebenfalls in Quarantäne, es gibt aber einige Ausnahmen, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte. Als Grundlage für die Einstufung als Risikogebiet dient die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Dieser Wert darf nicht höher als 50 sein.

In Berlin beginnen am kommenden Wochenende die zweiwöchigen Herbstferien. In Bundesländern wie Bremen und Hessen sind bereits seit Montag Ferien. Neben Berlin steuert vor allem Frankfurt bei der Zahl der Corona-Infektionen auf die nächste Warnstufe zu.

Von RND/lni