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Der Norden „Ich hatte Todesangst“: Sechs Wildschweine bedrängen Spaziergängerinnen
Nachrichten Der Norden „Ich hatte Todesangst“: Sechs Wildschweine bedrängen Spaziergängerinnen
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10:03 29.11.2019
Kerstin Gensleitner und ihr Landseer. Quelle: Gensleitner
Walsrode

,,Ich hatte Todesangst“, sagte Kerstin Gensleitner, eine der betroffenen Frauen, der HAZ. Die 51 Jahre alte Erzieherin und ihre 54-jährige Freundin sind seit vielen Jahren regelmäßig auf den Spazierwegen an dem Moorsee unterwegs, der rund sieben Kilometer von der Stadt Walsrode entfernt im Ortsteil Dreikronen liegt. Dabei wurden sie auch am Dienstagnachmittag von ihren Hunden, einem Husky und einem 70 Kilo schweren Landseer begleitet. Die Frauen bekamen einen Riesenschreck, als gegen Viertel nach drei plötzlich sechs Wildschweine aus dem Wald auftauchten und sie umringten.

Wildschweine meiden den Menschen meist – aber nicht immer. Quelle: dpa

„Aus einer Rotte von mindestens sechs Tieren sind die Frauen und ihre Hunde immer wieder bedrängt und angesprungen worden“, sagt Polizeisprecher Olaf Rothardt in Soltau. Durch Schreien hätten sich die Angreifer nicht vertreiben lassen. Auch die – angeleinten – Hunde beeindruckten die Rotte offenbar nicht. „Mein Landseer hat sich schützend neben mich gestellt, der Husky hat versucht, die Rotte zu vertreiben“, berichtet Gensleitner. Bei den Wildschweinen, die an den Frauen an Rücken und Beinen hochsprangen und sich an ihnen „schubberten wie an einem Baum“ habe es sich um weibliche, vermutlich noch nicht ganz ausgewachsene Tiere gehandelt.

Polizei vertreibt Wildschweine

Nach den ersten Minuten der Panik rief Gensleitner mit ihrem Handy die Polizei an. Der Beamte schickte gleich zwei Streifenwagen mit je zwei Kollegen los und blieb selbst in der Leitung. „Er hat mich zu beruhigen versucht, ich bin ihm unendlich dankbar“, sagt Gensleitner. Der Anruf habe zwanzig Minuten gedauert. Als die Polizisten schließlich auf dem matschigen Waldweg eintrafen, konnten sie die Tiere mit dem Martinshorn vertreiben und die unverletzten Frauen mit den Hunden in den Streifenwagen in Sicherheit bringen.

Doch die Wildschweine näherten sich nochmal einem Streifenwagen. Wiederum wurde das Signalhorn eingeschaltet, diesmal vertrieb es die Schweine endgültig. Um 16 Uhr war der Einsatz beendet. Nach Einschätzung der Polizei wirkten die Wildschweine eher neugierig als krankhaft angriffslustig und hätten womöglich ein Revier verteidigen wollen. Eingebildet hätten sich die Frauen den Vorfall jedenfalls nicht. „Davon zeugen neben der Beobachtung der Kollegen auch die Dreckspuren an ihrer Kleidung“, sagte der Sprecher.

Wildschweine können gefährlich werden

Die Polizei empfiehlt nun Spaziergängern besonders in dem betroffenen Gebiet, sich auf eine mögliche Begegnung mit Wildschweinen einzustellen. Grundsätzlich liefen Wildschweine zwar vor Menschen weg. Es könne aber eben auch zu Szenen wie der am Grundlosen See kommen. Empfohlen werde, sich bei einer Begegnung mit Wildschweinen groß zu machen und Geräusche zu machen. Spätestens wenn die Tiere aggressiv würden und gar drohend mit den Zähnen klapperten, werde es ernst: „Dann sieht man am besten zu, dass man, wenn möglich, auf einen Baum kommt.“

Von Gabriele Schulte

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