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Der Norden Gericht entscheidet über umstrittene Halbierung von Straßenbäumen
Nachrichten Der Norden Gericht entscheidet über umstrittene Halbierung von Straßenbäumen
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00:19 16.05.2019
Zahlreiche Bäume wurden halbiert. Quelle: Gemeinde Sögel/dpa
Sögel

Die umstrittene Beschneidung zahlreicher Bäume im Emsland beschäftigt nun das Verwaltungsgericht in Osnabrück. Es geht um bis zu neun Meter hohe Straßenbäume in der Samtgemeinde Sögel, die offenbar von Mitarbeitern eines Transportunternehmens vertikal fast halbiert worden sind. Bei der für Naturschutzfragen zuständigen dritten Kammer des Verwaltungsgerichts seien Eilantrag der Gemeinden Hüven und Sögel gegen den Kreis Steinfurt eingegangen, sagte Gerichtssprecherin Julia Schrader am Montag. Die von den Gemeinden beanstandeten Baumschnittarbeiten sollen bis zu einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts zu dem Eilantrag ruhen. Grundsätzlich seien solche Arbeiten während der Brutzeit der Vögel bis Mitte Juli verboten, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums in Hannover der HAZ. „Die Entscheidung über mögliche Ausnahmen ist immer Sache der Unteren Naturschutzbehörde.“

Das für den Baumschnitt verantwortliche Landschaftspflegeunternehmen war von einer Spedition im Nachbarkreis Steinfurt beauftragt worden. Der Kreis in Nordrhein-Westfalen hatte auch die Genehmigung für den Schwerlasttransport erteilt. Dabei geht es um die Überführung von zwei riesigen Lagertanks für Kohlendioxid nach Kopenhagen, wie die Herstellerfirma der Tanks in Haselünne (Kreis Emsland) der HAZ bestätigte. Die Tanks sind jeweils 35 Meter lang und haben einen Durchmesser von 6,50 Meter. Von dem umstrittenen Baumschnitt distanziert sich das Unternehmen: Der Kunde in Dänemark habe darauf bestanden, den Transport der Tanks aus Kostengründen selbst zu organisieren.

Alleen prägen Landschaft im Hümmling

Im Landkreis Emsland sorgt man sich unterdessen, ob die bis zu neun Meter hohen Straßenbäume, die im Hümmling als Alleen die Landschaft prägen, überhaupt noch zu retten sind. Am vergangenen Donnerstag waren nach Angaben des Bürgermeisters der Samtgemeinde Sögel, Günter Wigbers, Hunderte Bäume zur Vorbereitung des Schwertransports ohne Absprache radikal beschnitten worden. Sie seien so stark beschädigt, dass sie kaum zu erhalten seien. „Das Ausmaß der Arbeiten macht betroffen“, sagte auch Reinhard Winter (CDU), Landrat des Kreises Emsland. Der Kreis habe das Gartenbauunternehmen, das mit dem Baumrückschnitt vom Transportunternehmen beauftragt wurde, dazu angehalten, das Bundesnaturschutzgesetz zu beachten. Ein Experte müsse zunächst prüfen, ob die Bäume Brut- und Lebensstätten geschützter Arten beherbergen. Auch müsse es in Abstimmung mit Gemeinden und Straßenmeisterei eine angemessen Kompensation für den Baumschnitt geben.

Von Stephan Elmar und Gabriele Schulte

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