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Der Norden ICE-Strecke zwischen Hannover und Göttingen ab Dienstag gesperrt
Nachrichten Der Norden ICE-Strecke zwischen Hannover und Göttingen ab Dienstag gesperrt
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21:25 10.06.2019
Die ICE-Bahntrasse zwischen Hannover und Göttingen wird im nächsten halben Jahr saniert. Für Bahnkunden bedeutet dies eine längere Fahrzeit. Quelle: Holger Hollemann/Archiv
Hannover

Bauarbeiten an der ICE-Strecke der Deutschen Bahn in Niedersachsen verlangen in den kommenden Monaten auch Bahnreisenden aus Hessen Geduld ab. Weil zwischen Hannover und Göttingen die Schnellfahrstrecke saniert wird, müssen Fernreisende zwischen Nord- und Süddeutschland sowie Berlin und Frankfurt im nächsten halben Jahr 30 bis 45 Minuten mehr Fahrzeit pro Strecke einplanen.

Von Dienstag (11.6.) an fahren die Züge eine Umleitung, die neuen Fahrzeiten sind in die Fahrpläne aber bereits eingearbeitet. Knapp 30 Jahre nach der Inbetriebnahme der ersten Schnellstrecken Hannover-Würzburg und Mannheim-Stuttgart beginnt die Deutsche Bahn mit einer grundlegenden Sanierung. Das Sanierungsprojekt behindert den bundesweiten Zugverkehr in Etappen bis ins Jahr 2023.

Für die Arbeiten von Hannover bis Göttingen hat die Bahn 175 Millionen Euro veranschlagt. Rund 140 Kilometer Gleise, 47 Weichen, 243 000 Schwellen und 405 000 Tonnen Schotter sind erforderlich. Außerdem werden neun Tunnel und acht Talbrücken sowie die Oberleitung saniert.

Bauarbeiten der Bahn gehen bis 2023 weiter

Gleise, Weichen, Schotter, aber auch die Oberleitungsmasten sowie die Strom- und Sicherungstechnik werden erneuert. Auf den Abschnitt Hannover-Göttingen folgt die Strecke Mannheim-Stuttgart, die vom 10. April bis 31. Oktober 2020 nicht befahrbar sein wird. Der Abschnitt Göttingen-Kassel wird von April bis Juli 2021 unterbrochen. Dann kommt im Jahr 2022 die Trasse Fulda-Würzburg dran, 2023 schließlich der Gleisstrang von Kassel nach Fulda.

Die Bahn wirbt um Verständnis für die Serie von Großbaustellen. Sie sei unvermeidbar, die regelmäßige Instandhaltung reiche nun nicht mehr aus: Die beiden ICE-Strecken seien seit ihrer Eröffnung 1991 im Dauerbetrieb. Auf der 327 Kilometer langen Trasse zwischen Hannover und Würzburg fahren täglich 110 Fernzüge mit rund 42.000 Reisenden durch Niedersachsen, Hessen und Bayern, außerdem im Durchschnitt 26 Güterzüge.

„Wir wissen, dass die Sanierung den Kunden Geduld und Verständnis abverlangt“, sagte die Norddeutschland-Chefin der Bahn, Manuela Herbort. Pendler mit einer Monats- oder Jahreskarte für den ICE sollen eine finanzielle Entschädigung erhalten.

Nicht nur Bahnreisende müssen in den nächsten Monaten mit Einschränkungen leben. Auch für die Anwohner in der Region Hannover wird die Baustelle zu Belastungen führen: Güterzüge werden umgeleitet. So werden allein zwischen Ronnenberg-Empelde und Weetzen rund 80 bis 100 Güterzüge pro Tag mehr über die Schienen rollen.

Von RND/lni

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